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„Hummetaler Boulefreunde“ sind kreisweit erfolgreich

Verschönerungsverein beklagt Vandalismus

AERZEN. Wie kann es sein, dass aus einem Malblock, dessen weißes Blatt einen mit schwarzem Stift skizzierten Bowlingball zeigt, plötzlich eine orangefarbene Originalkugel herauskullert?

veröffentlicht am 04.02.2020 um 13:59 Uhr

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Reporterin

Mit verblüffenden Zaubertricks sorgte Moderator und Magier Jan Phillip Lehmker aus Springe beim Wintervergnügen nach dem Grünkohlessen des Aerzener Heimat- und Verschönerungsvereins für Staunen im Publikum. Eigentlich kennen sich die Vereins- und Vorstandsmitglieder in dem Metier aus. Nein, nicht in der Zauberei, sonst hätte die Umsetzung mancher Vorhaben nicht Jahre in Anspruch genommen und sie hätten die Steine, auf dem Weg zur Projektverwirklichung nicht mühsam beiseite räumen müssen, sondern einfach weggezaubert. Und auch die vielfältigen ehrenamtlichen Aufgaben, die der über 200 Mitglieder zählende Verein übernommen hat, lassen sich nicht mit „eine ruhige Kugel schieben“ umschreiben. Aber: Eine goldene Kugel beispielsweise ist seit Jahrhunderten fest verankert in der Aerzener Sagenwelt. Und hier kommt der Heimat- und Verschönerungsverein ins Spiel. Nicht nur, dass die Aerzener Sage um die kegelnden Zwerge beziehungsweise Geister vom Lüningsberg auf der Internetseite des Vereins präsent ist, auch die 2018 restaurierten Begrüßungstafeln, die der Heimat- und Verschönerungsverein an den Ortseingängen aufstellen ließ und die von den Vereinsmitgliedern Hannelore und Werner Braun jahreszeitlich mit Blumenbepflanzung versehen wird, ziert ein Relief mit der Darstellung der Sage. Zum anderen sind die „Hummetaler Boulefreunde“, eine Sparte des Vereins, kreisweit sehr erfolgreich in der Kugelsportart unterwegs. So kann Spartenleiter Karlheinz Wünsch von 22 Aktiven und vier erfolgreich spielenden Mannschaften berichten. Beim Flecken-Turnier in Aerzen konnten im vergangenen Jahr die drei ersten Plätze belegt werden, in Hameln gingen die „Hummetaler“ als beste Hobbymannschaft aus dem Vergleich hervor. Allerdings hatte der Spartenleiter nicht nur Positives zu berichten. Wiederholt ist der Bouleplatz am Aerzener Tannenweg zum Ziel von Vandalismus geworden. Neben einem demolierten Fahrradständer, der mittlerweile mit Unterstützung des Bauhofes wieder repariert werden konnte, wurde erst vor Kurzem der massive Tisch der Sitzgruppe mit Gewalt zerstört, wie Wünsch berichtet. Daher musste die komplette Sitzgruppe vorübergehend gesperrt werden. Der Tisch soll zum Auftakt der neuen Boulesaison im Frühjahr wieder instandgesetzt sein.



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