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Ortstermin in Stadtoldendorf

Verkehrsminister Rösler soll das Problem lösen

Stadtoldendorf (nig). Wird der Großraum Stadtoldendorf von der zukünftigen Umgehungsstraße, der Bundesstraße 64 Negenborn, abgekoppelt?

veröffentlicht am 13.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 12:21 Uhr

An dieser Stelle soll die Landesstraße 580 unter der neuen B 64
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Diese Befürchtung teilen jedenfalls nicht nur Politiker in Stadtoldendorf und Umgebung, sondern auch Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander – und hoffen dabei auf Unterstützung durch den Niedersächsischen Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Phillip Rösler.

Bei einem spontanen Ortstermin an der Kreuzung „Drei Linden“ erläutern Sander und Stadtoldendorfs Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Anders dem Landesminister die Problematik.

Anlass zu dieser Sorge sind die Planungen für die Umgehungsstraße, die im Rahmen der Planfeststellung im Stadtoldendorf Rathaus öffentlich ausliegen.

Dort ist deutlich zu sehen: Die Landesstraße 580, die von der Kreuzung „Drei Linden“ Richtung Negenborn führt, soll keine Anbindung an die künftige Umgehungsstraße bekommen, sondern unter einer Brücke in den Ort geführt werden.

„Einen Knotenpunkt hatten wir hier ursprünglich eingeplant, allerdings hat man dafür beim Ministerium in Bonn keine Notwendigkeit gesehen“, erläutert Uta Weiner-Kohl von der Straßenbaubehörde in Hameln.

Bürgeremister Anders hat seine Zweifel

Seit dieser Planänderung kämpfen die Politiker auf vielen Ebenen – bis hin zum Landesminister – dafür, dass statt der Brücke an dieser Stelle doch eine Kreuzung gebaut wird. Dies wäre die einzige Auffahrtmöglichkeit auf die neue Straße für ganzen Bereich Stadtoldendorf/Arholzen.

Der nächste Anschluss aus östlicher Richtung wäre sonst nur bei Lobach oder hinter dem Kloster Amelungsborn möglich. „Die Gewerbegebiete Stadtoldendorfs mit ihrem Schwerlastverkehr würden dann von der neuen Straße völlig abgekoppelt“, bemängelt Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Anders bei dem Ortstermin mit Verkehrsminister Rösler.

Für die Unternehmer der Region Stadtoldendorf befürwortet auch Thomas Bremer, Chef der Stadtoldendorfer Gipswerke VG-Orth, die Kreuzungs-Variante.

Unterstützung kommt zusätzlich von der Bürgerinitiative „Rettet die Dörfer“ mit Sitz in Arholzen.

Sie plädiert für eine Anbindung, damit der Schwerlastverkehr, der bisher durch den Ort bis zum Anschluss Lobach fahren muss, schon vorher auf die Umgebung auffahren kann und somit die Bürger im Ort von Lärm entlastet werden. „Damit könnten wir den Ortsbereich sogar nachts für Lkw sperren“, hofft der Sprecher der Initiative, Martin Keitel.

„Am Ende muss der Bund zustimmen“

Argumente für eine entsprechende Planänderung sollen gesammelt und in Kürze Phillip Rösler schriftlich vorgelegt werden. Zugleich will Stadtoldendorf seine Anliegen im Rahmen des Planfeststellungsverfahren begründen, um einen Anschluss bei Negenborn zu ermöglichen.

„Das ist nicht unmöglich“, sagt Markus Brockmann, Leiter der Straßenbaubehörde Hameln. „Aber dafür sind gute Begründungen notwendig.“ Abwägen muss schließlich die Planfeststellungsbehörde.

Zudem, so Brockmann: „Auch der Bund als Geldgeber muss am Ende zustimmen.“



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