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SPD Vehlen: Sorgen um Ardagh-Heye

"Verkehrsberuhigung wieder aufheben"

Obernkirchen/Vehlen (sig). Die Regularien spielten nur eine Nebenrolle bei der Jahreshauptversammlung des Vehlener SPD-Ortsvereins. Ortsbürgermeister Werner Harder schnitt einige Themen an, die auch andere Einwohner der Bergstadt am Herzen liegen. Ihn beschäftigen unter anderem die Fragen: Was wird künftig aus der Innenstadt, wenn der Aldi-Markt den Bornemannplatz verlässt? Sollte man nicht die verkehrsberuhigte Friedrich-Ebert-Straße wieder beleben?

veröffentlicht am 11.02.2008 um 00:00 Uhr

Dass sich in der Innenstadt die leeren Schaufenster immer mehr ausbreiten und in dieser Entwicklung der Höhepunkt vermutlich noch nicht erreicht ist, veranlasste Harder zu der Überlegung, die Friedrich-Ebert-Straße zumindest in eine Richtung wieder zu öffnen. Die Kunden könnten dann vorfahren und die gekaufte Ware einladen. Es sei nun einmal so, dass die Käufer den kürzesten Weg suchen. Und wo Betrieb herrscht, gibt es bei den Geschäftsleuten auch keine weiteren Abwanderungsgedanken. Genau das seien auch die Beweggründe des Aldi-Marktes, den derzeitigen Standort auf dem Bornemannplatz zu verlassen, ließ dazu Bürgermeister Oliver Schäfer verlauten.. Die Anordnung der Parkplätze sei dort zu verwinkelt. Man setze weniger auf die Kunden, die zu Fuß kommen, sondern mehr auf die Autofahrer, die den Kofferraumals Ladefläche nutzen können. Und dafür eigne sich, so Schäfer, das Gelände rund ums Rösertor besser. Wenn sich Aldi dort neben Rewe ansiedle, dann sei das wegen der zentraleren Lage deutlich günstiger als vielleicht eine mögliche Standortwahl in irgendeinem einem Randbereich der Bergstadt. Harder berichtete, dass es noch unklar sei, was mit dem jetzt leer stehenden Getränkemarkt neben dem ehemaligen Lidl-Gebäude geschehen soll. Über eine Neuverwertung sei bislang nichts bekannt. Sehr besorgt zeigte sich der Ortsbürgermeister über die Entwicklung, die sich bei Ardagh-Heye anbahnt. Wenn erst die älteste Wanne stillgelegt werde und dadurch weitere Arbeitsplätze in Obernkirchen ausfallen, dann wertet Harder das als Alarmsignal für die weitere Zukunft dieses Obernkirchener Traditionsunternehmens. Am Ende könnten die beiden anderen Wannen folgen und dann nur noch Heye International als Know-how-Lieferant übrig bleiben. Zwei gute Nachrichten hielt der Ortsbürgermeister aber auch noch bereit. In das frühere Arztlabor neben dem Gerätehaus der Feuerwehr zieht ein Augenarzt aus Bückeburg ein. Erfreut zeigte er sich außerdem über den gelungenen Verkauf des Grundstücks mit der früheren Diskothek "Lollipop" an der Bundesstraße 65. Der Investor habe die Absicht, dort gewerbliche Ansiedlungen zu ermöglichen.



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