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Ortsrat Gelldorf diskutiert Optionen Tempo 30 und Spielstraße / Anlieger werden nochmals befragt

Verkehrsberuhigung im Gallgattweg - aber wie?

Gelldorf (sig). Das Thema "Verkehrsberuhigung" stand auf der Tagesordnung der ersten Sitzung des Ortsrates nach den Kommunalwahlen - das Gremium tagte noch in alter Zusammensetzung. Und weil Verkehrsthemen in der Gemeinde auf erhebliches Interesse stoßen, gab es im "Gelldorfer Krug" eine ungewöhnliche starke Bürgerbeteiligung. Im Vordergrund stand die Frage: Wie soll es weitergehen mit dem Gallgattweg? Gemeinsam sucht man nach einer für alle Beteiligten annehmbaren Lösung.

veröffentlicht am 14.09.2006 um 00:00 Uhr

Sie gehört zu den Anliegern, die darum kämpfen, dass der Gallgat

Ortsbürgermeister Andreas Hofmann wies zum Auftakt nochmals darauf hin, dass der Gallgattweg vor allem stark befahren wurde, als die Verlängerung der Maschstraße wegen Bauarbeiten gesperrt war. Das war dann auch der Anlass zu einer Reihe von Beschwerdebriefen, die Anlieger an Hofmann gerichtet haben. Seitdem die Maschstraße wieder in voller Länge befahrbar ist, hat sich die Situation auf dem Gallgattweg spürbar entspannt. Zu den ersten Vorschlägen, die im Ortsrat erörtert wurden, gehörte die Überlegung, vom letzten bebauten Grundstück an nur landwirtschaftlichen Fahrzeugen die Durchfahrt zu erlauben. Damit seien aber, so Hofmann, nicht alle Anlieger einverstanden. Es gab auch die Idee, auf der Fahrbahn Bodenschwellen anzubringen, die in jedem Fall zum Drosseln des Tempos beitragen würden. Außerdem wurde darüber nachgedacht, an der Einbiegung in die Dorfstraße einen größeren Spiegel zu installieren, um einen besseren Blick auf herannahende Fahrzeuge zu ermöglichen. Diese Lösung wurde von einer Expertenkommission als nicht ausreichend verworfen, die dort bei einen Ortstermin zusammengekommen war. Ein solcher Spiegel sage nichts aus über das Tempo, mit dem sich der Wagen oder Zweiradfahrer nähert. Der Einbau von Schwellen fand schon bei den Anliegern keine uneingeschränkte Zustimmung. Ortsratsmitglied Bernhard Gläser fragte den Ortsbürgermeister, ob es auf dem Gallgattweg bereits eine Verkehrszählung gegeben habe. Der verneinte das. Gläser regte an, ob man nicht grundsätzlich nur Bussen und landwirtschaftlichen Fahrzeugen von der B 65 her die Zufahrt gestatten sollte. Eine andere Möglichkeit sei, den Verkehr durch gezielte Tempobeschränkungen zu beruhigen. Darauf reagierte Andreas Hofmann mit der Idee, im Bereich der bebauten Grundstücke Tempo 30 zuzulassen und für den restlichen Bereich Schritt-Tempo vorzuschreiben. Einengungen seien nicht angebracht, weil die Fahrbahn ohnehin schmal sei. Schritt-Tempo ist zum Beispiel bei einer Spielstraße vorgeschrieben - "aber da gibt es doch nur ein Kind!", lautete ein Zuruf aus der Zuhörerschaft. Burkhardt Molthahn schlug vor, doch noch einmal die Anlieger gezielt zu befragen, ob sie eine solche Form der Verkehrsberuhigung befürworten. Außerdem will sich der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU) bei seiner nächsten Zusammenkunft am 19. September mit diesem Thema befassen. Der Ortsrat stimmte diesem Vorgehen zu.

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