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Bau des Drei-Millionen-Projektes hat drei Monate länger gedauert als geplant / Seit gestern offen

Verkehr rollt auf der neuen Industriestraße

Stadthagen (jl). Stadthagen hat seit gestern ein dickes Pfund Infrastruktur mehr an einer ganz wichtigen Stelle. Die Rede ist von der Industriestraße zwischen der Lauenhäger- und der Bahnhofstraße. 14 Monate lang war die Trasse eine -nicht unkomplizierte - Baustelle. Seit gestern Nachmittag rollt dort wieder der Verkehr ohne Hindernisse.

veröffentlicht am 26.10.2006 um 00:00 Uhr

Stadthagens Bürgermeister Jürgen Hoffmann zerschneidet das Flatt

Vor recht großer Menschenkulisse hat Bürgermeister Jürgen Hoffmann gestern Nachmittag das Flatterband zerschnitten. Es flatterte in einer völlig neu gebauten Kurve zwischen den Firmen Faurecia und Nosta. Diese ist nicht nur wesentlich "zahmer" als die "scharfe" Vorgängerin, sondern auch breiter. Diesen Breitenzuwachs haben die Konstrukteure genutzt, um der neuen Trasse Abbiegespuren auf die großen Firmengelände zu verpassen. Das sei eine Verbesserung des industriellen Schwerpunktes Stadthagens sagte der Bürgermeister bei der "vorletzten Einweihung" seiner am kommenden Montag endenden Amtszeit. Die Erneuerung der Industriestraße hat nach Hoffmanns Angaben bei ihm immer "erste Priorität" gehabt, und "in dieser Frage waren wir uns immer einig", sagte Hoffmann in Richtung der Vertreter der Ratsfraktionen. Er hakte nach und unterstellte: "Wenn wir das in anderen Punkten auch gewesen wären, hätten wir viel mehr geschafft." Das sollte die einzige Spitze eines der letzten öffentlichen Auftritte des Stadtoberhauptes werden. Der Bürgermeister stellte zum Thema Industriestraße eine weitere wichtige Bedeutung außer einer besseren Erschließung der Betriebe heraus: Sie ist Teil der Nordost-Tangente (NOT). Es fehle jetzt nur noch das letzte Stück von der Lauenhäger Straße bis zum Helweg. Es habe gehofft, dass dieses noch in seiner Amtszeit fertig werden würde, aber die Stadt habe es bei diesem Teil mit einem besonders schwierigen Verhandlungspartner zu tun, "unserer Bundesbahn". Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass der Lückenschluss in den Jahren 2008/2009 gebaut werden wird; denn "2010 muss es spätestens fertig sein", unterstrich Hoffmann. Der Grund sind schlechte Prognosen für Zuschüsse des Landes. Diese haben bei den 3,1 Millionen Euro für die Industriestraße den Löwentanteil ausgemacht. Den Löwenanteil der Arbeit haben die Mitarbeiter der Firma Schweerbau geleistet. Sie mussten in den 14 Monaten gegen den harten, langen Winter kämpfen und waren ständig mit Überraschungen unter der Erde in Form von nicht geahnten Leitungen konfrontiert. Das hat die dreimonatige Verzögerung im wesentliche ausgemacht.

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