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Ausschuss bemängelt Planungen

Verkehr an der Grundschule bereitet Sorgen

Samtgemeinde Rodenberg (bab). Politiker, Anwohner und Lehrer machen sich Sorgen um die künftige Situation an der Grundschule. Zusammen mit Vertretern der Kreisverwaltung hat sich der Schulausschuss des Samtgemeinderates mit dem Umbau für die "Schule am Deister" beschäftigt. Besonders die Sicherheitslage rund um das Gelände an Langer Straße und Jagdgarten bereitet Probleme.

veröffentlicht am 25.11.2008 um 00:00 Uhr

Die Förderschule für geistige Entwicklung, "Schule am Deister" zieht zum Schuljahr 2009/2010 nach Rodenberg. Die Samtgemeindepolitiker haben Bedenken, dass der damit verbundene Transport der Schüler und die Anlieferung für die Mensa mit den Schulhofzeiten der Grundschüler kollidiert, da sich beide Schulen ein Gelände teilen müssen. Dabei wird besonders die Position des Fahrstuhls kritisch gesehen. Der liegt zwischen altem Gebäude und Anbau am Ständervorsprung, in dem künftig die Mensa beherbergt wird. Schüler mit starken körperlichen Behinderungen müssten den Zugang zu den Klassen über den Fahrstuhl bekommen. Des Weiteren wird die Ver- und Entsorgung der Mensa über den Punkt abgewickelt. "Die Verkehrssituation macht uns Sorgen", sagte Ratsfrau Marina Brand (SPD). Auch Grundschulrektorin Brigitta Doering sieht neuralgische Punkte in der Landkreisplanung. Kreishochbauamtsleiter Fritz Klebe und Schulamtsleiter Friedrich-Wilhelm Dehne erläuterten den künftigen Ablauf. Durch den versetzten Schulbeginn von Förderschule und Grundschule und die damit unterschiedlichen Pausenzeiten entzerre sich die Situation. "Wir müssen berücksichtigen, es sind dann wesentlich weniger Schüler als derzeit", sagte Dehne. Denn die Zahl der Fünft- und Sechstklässler der Stadtschule, die noch bis zum Sommer dort beschult werden, läge höher. Wie Klebe erklärt, sei für die Anfahrt der Förderschüler eine Extra-Spur auf dem derzeitigen Pausenhofgelände angedacht. Rund acht bis zehn Meter schmaler würde der Schulhof dadurch. Das gefiel weder den Politikern, Doering noch dem Elternratsvorsitzenden Lutz Miettinen. Doering verwies auf die derzeitige Situation in Bad Nenndorf, wo die Förderschüler auch nicht direkt auf dem Schulhof aussteigen. Sie schlug vor, die Bushaltebucht vor der Schule für die Anfahrt der Taxen und Kleinbusse für die Schüler zu benutzen, wenn deren Unterrichtsbeginn ohnehin später sei. Klebe sagte zu, darüber mit den Vertretern der Förderschule zu sprechen. Sabine Tatge (WIR), die selbst ein behindertes Kind hat, konnte sich mit Doerings Vorschlag anfreunden. "In Bad Nenndorf ist es nicht anders, dafür muss nicht der Schulhof geopfert werden." Ratsfrau Christiane Kowalkowski (SPD) ärgerte es, dass der Landkreis plant, ohne die Verhältnisse an der Schule zu kennen. "Ich wundere mich, dass Sie die Verkehrssituation nicht so gut kennen wie Frau Doering", kritisierte die Lauenauerin. Der Kreis müsse doch wissen, dass es diese Bucht gebe. "Der Konflikt ist noch nicht gelöst", fasste Ausschussvorsitzender Gerd Lohmann (SPD) zusammen. Es komme nun auf die Absprache zwischen Landkreis und Förderschule an.



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