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Vortrag von Ernst Würzburger zur Nachkriegsgeschichte in der Region

Vergessen, verdrängen, verleugnen

Holzminden. Der Holzmindener Hans Schmidt wurde Am 7. Juni 1951 im Kriegsverbrechergefängnis Landsberg wegen seiner Taten im KZ Buchenwald hingerichtet. Dieser SS-Hauptsturmführer steht im Mittelpunkt einer neuen Publikation, die Ernst Würzburger unter dem Titel „Der letzte Landsberger – Amnestie, Integration und Hysterie um die Kriegsverbrecher in der Adenauer-Ära“ im Verlag Jörg Mitzkat veröffentlicht. Auf Einladung der Kreisvolkshochschule Holzminden in Kooperation mit dem Heimat- und Geschichtsverein Holzminden, dem Stadtarchiv Holzminden und dem Verlag Mitzkat gibt Ernst Würzburger am Dienstag, 14. April, ab 19 Uhr einen ersten Einblick in seine Arbeit.

veröffentlicht am 09.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:56 Uhr

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Ernst Würzburger lebt in Höxter und brachte im März 2014 eine Neuauflage seines Buches „Höxter: Verdrängte Geschichte“ heraus, in dem er die Geschichte seines Wohnortes im „Dritten Reich“ aufarbeitet. In seinem neuen Buch skizziert der Journalist und Autor nun die alliierten Kriegsverbrecher-Prozesse in Nürnberg und Dachau, um dann ausführlich am Beispiel von Schmidt auf die zunehmenden Widerstände in der Bevölkerung gegen jede Form der kritischen Auseinandersetzung mit dem „Dritten Reich“ in den frühen 1950er Jahren einzugehen.

Hans Schmidt stammte aus Höxter und wohnte ab 1935 in Holzminden. An der Spitze der politischen Verdränger stand damals die rechtsradikale „Sozialistische Reichspartei“, die bei den Landtagswahlen 1951 in Holzminden spektakuläre 30 Prozent der abgegebenen Stimmen erhielt. Die Partei wurde 1952 als verfassungsfeindliche Vereinigung verboten. Ernst Würzburger beleuchtet in seinem Vortrag einige Aspekte der Nachkriegsgeschichte der Region und präsentiert dazu Filmsequenzen über das Kriegsverbrechergefängnis Landsberg und den Buchenwald-Prozess.

Der Vortrag findet im Stadtarchiv Holzminden in der Sollingstraße 101 statt. Über den Fahrstuhl auf der rechten Hausseite des Stadtarchivs, das sich das Haus mit dem Familienzentrum Drehscheibe teilt, ist die Veranstaltung in der 2. Etage barrierefrei zu erreichen.

red



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