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Fundort Freibad: Sachen werden selten abgeholt

Vergessen: Handtücher, MP3-Player, Ehering

Rolfshagen (la). Andrea Jagata steht kopfschüttelnd vor ihrer "Fundsachensammelkammer" und kann nicht verstehen, warum die meisten im Freibad vergessenen oder verlorenen Sachen nicht abgeholt werden. "Wir hatten zwar noch nicht viele warme Tage, aber die vergessenen Dinge stapeln sich bereits wieder", erzählt die Schwimmmeisterin.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 12:45 Uhr

Die schönsten Handtücher bleiben im Rolfshäger Freibad zurück, u

Mehr als 30 Handtücher ("und da sind richtig schöne dabei"), T-Shirts, Sonnenbrillen, Schmuck und sogar ein MP3-Player wurden in dieser Saison bereits im Freibad vergessen - und bislang hat niemand danach gefragt. "Der MP3-Player funktioniert einwandfrei. Der Musik nach zu urteilen muss er einem Jugendlichen gehören", meint Jagata, der es unverständlich ist, warum das Gerät anscheinend von niemandem vermisst wird. Auch vor dem Stapel Handtücher steht sie ratlos. "Eltern müssen doch bemerken, wenn ihre Sprösslinge ohne T-Shirt oder Handtuch nach Hause kommen." Seit der 700-Jahr-Feier in Rolfshagen hat die Schwimmmeisterin auch einen digitalen Fotoapparat in Verwahrung. "Den haben wir an dem Sonntag, als die Heißluftballone gestartet sind, auf dem Parkplatz gefunden", erzählt sie. Bis zum Saisonende werden die Fundsachen im Schwimmbad aufbewahrt. Danach bringt sie Andrea Jagata zum Fundbüro der Gemeinde Auetal. Handtücher, die nicht mehr ganz neu sind, werden zur Altkleidersammlung gegeben. "Schließlich können wir nicht alles aufheben." Aber auch eine nette Fundsachen-Geschichte kann Andrea Jagata erzählen. Bei der Gemeinde konnte Dank dem kriminalistischen Einsatz einer Mitarbeiterin eine Fundsache schnell an den Besitzer zurückgegeben werden. Jagata hatte im Freibad einen Ehering gefunden und sofort an die Gemeinde weitergegeben. In den Ring waren der Name Petra und ein Datum eingraviert. Ein Blick ins Archiv des Standesamtes reichte, um festzustellen, dass an dem Datum wirklich ein Paar im Auetal geheiratet hatte und die Braut tatsächlich Petra hieß. So kam der glückliche Ehemann schnell wieder zu seinem Ring.

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