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Erster Vortrag der "Erbrechtstage" am 30. Januar - Prof. Groll referiert

"Vererben mit Sinn und Verstand"

Bückeburg (rc). "Vererben mit Sinn und Verstand" lautet der erste Vortrag in der sechsten Auflage der Schaumburger Erbrechtstage. Den Vortrag wird Prof. Dr. Klaus Michael Groll halten, seit Anfang an einer der Hauptreferenten der Erbrechtstage. Der Vortrag findet am Dienstag, 30. Januar, um 19.30 Uhr im Bückeburger Rathaussaal statt. Der Professor verspricht: "Mit Paragraphen und Gesetzestexten werde ich meine Zuhörer nicht malträtieren." Organisiert werden die Erbrechtstage von der Sparkasse Schaumburg, dem Deutschen Forum für Erbrecht sowie der Schaumburger Zeitung und der Schaumburg-Lippischen Landes-Zeitung. Karten für den Vortrag - sowie auch für die anderen Vorträge - gibt es kostenlos bei der Sparkasse Schaumburg sowie in den Geschäftsstellen unserer Zeitung in Rinteln und Bückeburg.

veröffentlicht am 11.01.2007 um 00:00 Uhr

Klaus Michael Groll

Groll informiert sowohlüber Grundsätzliches wie die Testierfähigkeit, die Handschriftlichkeit als rechtliches "Muss" sowie die Unterschiede zwischen Testament und Erbvertrag als auch über verzwickte Beispielsfälle. Aus der Fülle der Gestaltungsmöglichkeiten den richtigen Weg auszuwählen, gleicht indes der Quadratur des Kreises. "Bei näherem Hinschauen zeigt sich, dass jede Medaille eine Kehrseite hat. Das heißt: Die völlig ideale Lösung gibt es nicht zuletzt deshalb selten, weil das Testament immer für einen Zeitpunkt gemacht wird, der in der Zukunft liegt und viel Ungewisses birgt." Was heute plausibel erscheine, könne sich in zehn Jahren ins Gegenteil verkehren. Der Referent plädiert vehement dafür, die Schaffung so genannter Erbengemeinschaften zu vermeiden. Groll: "Diese sind geradezu prädestiniert für Streitereien." Die Nachteile dieser Gemeinschaft würden dadurch verschärft, dass jeder Miterbe die Auseinandersetzung des Nachlasses verlangen und auch durchsetzen könne. Prof. Groll, Jahrgang 1945, ist Sozius einer Münchener Rechtsanwalts- und Steuerberaterkanzlei und seit 1987 Lehrbeauftragter für Familien- und Erbrecht an der Maximilians-Universität München. Er hat mehrere Fachbücher sowie über 200 einschlägige Publikationen herausgebracht. Er ist Autor des Leitfadens "Vererben mit Sinn und Verstand",zudem Präsident des Deutschen Forums für Erbrecht.



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