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VTSV Hämelschenburg dankt Erna Hilker, Anneliese Schröder und Hermann Hollas für 70-jährige Mitgliedschaft

Vereinsgelände wird von der Realgemeinde gekauft

HÄMELSCHENBURG. Eine Entscheidung für die Zukunft des Vereins: Die Mitgliederversammlung des VTSV Hämelschenburg votierte jetzt einstimmig für einen Kauf des Grundstücks am Waldrand, auf dem das vereinseigene Heim und die Sportanlage stehen.

veröffentlicht am 23.03.2017 um 00:00 Uhr

Die bisherige Eigentümerin des Erbpacht-Grundstücks, die Realgemeinde, hat dem VTSV das Vereinsgelände zum Kauf angeboten. Aber auch in anderen Bereichen wurde der Blick in die Zukunft gerichtet.

Vereinschef Heinz Brockmann erneuerte in seinem Bericht den Appell, die demografische Entwicklung fest im Blick zu behalten. Fast ein Drittel der 267 Mitglieder sei 60 Jahre oder älter. Für einen relativ kleinen Sportverein in ländlicher Region wie den VTSV seien Bevölkerungsrückgang und Landflucht ernsthafte Probleme, auf die reagiert werden müsse.

Verschärft werde die Problematik in naher Zukunft noch durch die Entscheidung der Gemeinde Emmerthal, die Stelle des ausscheidenden Sportlehrers Egbert Dahlbock nicht wieder zu besetzen. Bislang ist er für mehrere Vereine im Gemeindegebiet zuständig und leitet insbesondere das Kinder- und Jugendtraining. „Kleinere Vereine werden nicht in der Lage sein, einen Sportlehrer in der bisherigen Form zu finanzieren. Politik und Verwaltung müssen darauf reagieren, sonst ist das Sterben der Vereine programmiert – und das darf nicht passieren“, so Brockmann. Sportvereine als wichtige Instrumente für Integration und Gemeinschaft brauchen, so Brockmann, Unterstützung, auch in finanzieller Hinsicht. Dabei dürfe es seitens der Vereine aber auch nicht tabu sein, über Zusammenarbeit bis hin zur Fusion nachzudenken.

In seinem Bericht erinnerte der Vorsitzende an gemeinsame Aktivitäten und Aktionen des vergangenen Jahres, darunter die Sternwanderung des Niedersächsischen Turnerbundes mit rund 200 Teilnehmern, die der VTSV ausrichtete. Höhepunkt des Vereinsjahres war die Feier zum 95-jährigen Bestehen, die der VTSV gemeinsam mit der Feuerwehr ausrichtete. Ein Frühjahrsputz am Vereinsheim und Aktivitäten wie Seniorenveranstaltungen und ein Skat- und Knobelabend dienten der Gemeinschaftspflege und brachten nicht nur Vereinsmitglieder im Heim des VTSV zusammen.

Der von Hauptkassiererin Birgitt Meyer und ihren Vorstandskollegen vorgelegte Haushaltsplan fand die Zustimmung der Versammlung, zumal er Raum für den Kauf des Vereinsgrundstücks lässt. Einstimmig wiedergewählt wurden die stellvertretende Vorsitzende Sandra Kompa, Wanderwart Friedel Meyer und Frauenwartin Gudrun Klemme. Marianne Bagusche ergänzt das Kassenprüfer-Team.

Die Jahresversammlung bildet regelmäßig auch den Rahmen für die Ehrung von Vereinsmitgliedern. Als Verantwortliche für das Sportabzeichen überreichte Adelheid Tegtmeier zahlreiche Auszeichnungen. Den Beifall der Versammlung und Ehrungen gab es für langjährige Vereinstreue – so nahm Erna Hilker den Dank des Vorsitzenden für 70 Jahre Mitgliedschaft im VTSV entgegen, auch Anneliese Schröder und Hermann Hollas halten dem Verein bereits seit 70 Jahren die Treue. 40 Jahre gehören Mirja Widerstein, Hannelore Bohle, Christine von Klencke und der Vorsitzende Heinz Brockmann dem Verein an.

Seit einem Vierteljahrhundert sind Henry von Klencke, Carola Libowski, Janika Libowski, Eberhard Kreye, Petra Ohm, Sebastian Meyer, Birgitt Meyer, Marianne Bagusche und Markus Bagusche im Verein sportlich aktiv.

Für das laufende Jahr finden sich wieder zahlreiche Veranstaltungen im Vereinskalender. Bereits am 25. März kommen die Mitglieder zum Frühjahrsputz auf dem Vereinsgelände zusammen. Am 1. Mai sind alle Interessierten eingeladen, sich an der Maiwanderung des Vereins zu beteiligen. Auch die Erweiterung des Sportangebotes ist vorgesehen; so soll eine neue Gruppe „Fitness für Männer“ eingerichtet werden. Für den Vorsitzenden ein wichtiges Signal: „Unser Verein ist weder verstaubt noch spießig. Wer mit uns Sport treibt, wird dieses Vorurteil schnell revidieren. In einer Zeit, in der Millionen von Menschen rund um die Erde ihre Heimat verlassen müssen, um Kriegen oder sozialem Elend zu entkommen, ist es wichtiger denn je, die soziale und integrierende Kraft der Heimat und des Vereins wertzuschätzen.“PR



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