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50 Jahre Rusbender Schützenverein: Lob von allen Seiten beim Festkommers

Verein zwischen Traditionspflege, Jugendarbeit und sportlichem Erfolg

Rusbend (mig). Wo am 27. Juli 1957 alles begann, hat sich am vergangenen Sonnabend der Kreis geschlossen: Im Gründungslokal Schäferhof feierte der Rusbender Schützenverein sein 50-jähriges Bestehen mit einem Festkommers. "50 Jahre sind, wenn man sie vor sich hat, eine lange Zeit; wenn man sie hinter sich hat, fragt man sich, wo die Jahre geblieben sind", sagte der Vorsitzende Manfred Fette in seiner Begrüßung.

veröffentlicht am 06.11.2007 um 00:00 Uhr

Der Vorsitzende Manfred Fette (v.l.) zeichnet die Gründungsmitgl

Wie es dazu gekommen ist, dass der RSV vor inzwischen fünf Jahrzehnten aus der Taufe gehoben worden ist, konnten die zahlreichen Gäste auf einigen Stellwänden im Eingangsbereich nachvollziehen. Zehn Gründungsmitglieder waren damals im Schäferhof zusammengekommen - Walter Juhl wurde als erster Vorsitzender, Willi Kerkhoff-Schäfer zu seinem Stellvertreter bestimmt. "Wir haben damals nur Luftgewehr geschossen und den Schießstand provisorisch im Schäferhof aufgebaut", erinnert sich Ernst Spannuth an diese Zeit. Ende der 1950er Jahre habe man viele Schützenvereine gegründet. "Zu der Zeit war das Gewehr nicht mehr verpönt." Mit einer Urkundezeichnete Manfred Fette die Gründungsmitglieder Ernst Spannuth und Willi-Kerkhoff-Schäfer und den "Mann der ersten Stunde", Heinrich Ahrens, für ihre Verdienste um den Verein aus. In einem Grußwort lobte Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier anschließend die "lange Tradition" der Schützenvereine in Schaumburg. Schöttelndreier wies darauf hin, dass neben der Traditionspflege die Vereine heute in erster Linie für interessanten Sport und gute Jugendpflege stehen. "Jugendliche, die Schießsport treiben, sind weniger anfällig für die Extreme", sagte der Landrat. Schießen sei heute ein Hochleistungssport, trotzdem würden gerade die Sportschützen die gewachsene Tradition aufrecht erhalten. "Seit einem halben Jahrhundert prägt der Rusbender SV das Dorfleben und steht - wie alle Schützenvereine - für Verbundenheit mit dem Schaumburger Land." Peter Kohlmann, stellvertretender Bückeburger Bürgermeister, hob in seiner Ansprache die "eingeschworene Gemeinschaft" des RSV hervor: "Es waren schon immer die Schützenvereine, in denen die Menschen näher zusammenrücken." Ortsbürgermeister Andreas Struckmann freute sich über "sportliche Erfolge". "Der RSV taucht in vielen Ergebnislisten vorne auf", sagte auch Harald Niemann (Kreisschützenverband), schlug dann aber dunklere Töne an. "Viele Vereine feiern aus Kostengründen kein eigenes Schützenfest mehr, das ist nicht schön. Wir müssen die Jugendlichen motivieren, statt Playstation in den Schützenverein zu gehen." Nach den Grußworten wurde ein Brief des Ehrenvorsitzenden Friedhelm Kuhlmann verlesen. Kuhlmann, der von 1972 bis 1992 Vorsitzender des RSV war, richtete seinen Dank an Manfred Fette und sämtliche Vorstandsmitglieder, "die auch bei Sturm und hohen Wellen Ruhe bewahrt haben". Für ihre Verdienste wurde Anja Leser von Harald Niemann (Kreisschützenbund) mit der Verdienstnadel in Bronze des Niedersächsischen Sportschützenverbandes ausgezeichnet. Im Anschluss an die Veranstaltung zog Manfred Fette ein zufriedenes Fazit: "Wir sind mit unserem Jubiläum sehr zufrieden - es sind viele der Gäste gekommen, die wir eingeladen hatten." Die intensive Vorbereitung auf den Festakt habe sich gelohnt. An der mehrjährigen Planung im Festkomitee mitgewirkt haben: Birgit Siebert, Anja Leser, Hans Köchling, Heinrich Oettking und Manfred Fette.



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