weather-image
14°
Schaumburger Reisegruppe besucht Budweis, Passau und Cesky Krumlov / Schiffstour auf dem Moldau-Stausee

Verein "Frohsinn" verbringt fünf Tage im Böhmerwald

Schaumburg (rd). Fünf ereignisreiche Tage hat der Verein Frohsinn aus Schaumburg im Böhmerwald und im Bayerischen Wald verbracht.

veröffentlicht am 01.10.2007 um 00:00 Uhr

Eine ereignisreiche Zeit im Böhmerwald und im Bayerischen Wald h

Anfang September startete der Verein mit 40 Personen zu einer Fünf-Tages-Fahrt in die Tschechische Republik. Die Anreise verlief über Würzburg, Regensburg und Degendorf bis zum Grenzübergang Philippsreut, wo die Gruppe in die Tschechische Republik nach Zdikov einreiste - nach rund zwölf Stunden Fahrt war das Ziel erreicht; und der Willkommensdrink im Schlosshotel Zamek machte die kleinen Strapazen der Busfahrt schnell vergessen. Auf dem Programm stand zunächst eine Bayernwaldrundfahrt. Dabei ging es vorbei am Arber und am Arbersee. Allerdings spielte das Wetter nicht so ganz mit - es regnete den ganzen Tag über, so dass die geplante Wanderung um den Arbersee im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fiel. Die Fahrt ging dann weiter nach Bodenmais, wo eine große Glasbläserei besichtigt wurde. Dort konnte sich im Rahmen einer kleinen Führung jeder selbst eine Glaskugel, eine so genannte "Durstkugel", unter fachlicher Anleitung blasen. Der Reisegruppe stand den ganzen Tagüber eine Reiseleiterin zur Verfügung, die auch während der Fahrt einiges über die Region erzählte. Am Abend startete nach dem Essen ein Böhmerwald-Abend. Zu Live-Musik aus dem Böhmerwald wurde das Tanzbein geschwungen. Am nächsten Tag ging die Fahrt nach Passau, wo zunächst eine Stadtführung mit fachkundiger Reiseleitung in zwei Gruppen begann. Viele Sehenswürdigkeiten der Dreiflüssestadt wurden erklärt. Nach der Führung stand noch Zeit zur freien Verfügung, zum Beispiel zur Besichtigung des Passauer Stephandoms, wo auch die größte Domorgel der Welt mit 17 774 Pfeifen und 233 Registern zu bewundern ist. Durch den starken Regen am Vortag konnte man in Passau Hochwasser sehen: Die Donau-Promenade war teilweiseüberflutet. Am vierten Tag ging es tief in den Böhmerwald, zunächst nach Budweis zur Budweiser-Brauerei, wo aber lediglich ein Ausstellungsraum besucht wurde. Dann ging es noch in den Ortskern. Budweis hat einen großen Marktplatz, vom 72 Meter hohen Glockenturm hat man eine schöne Aussicht über den Platz und die Landschaft. Auf dem Marktplatz sind manche Bauwerke überreich mit schönen Details geschmückt. Selbst die Dachrinnen sind verziert. Nach einer Kirchenbesichtigung ging es weiter in die Renaissancestadt Cesky Krumau (Krumlov). Krumau liegt in einer engen Schleife der Moldau. Hochüber dem Fluss und der Stadt thront das großartige Schloss. Von dort hat man eine herrliche Aussicht auf die Stadt. Dieses Städtchen mit seinen 250 historischen Gebäuden ist ein einziges Museum! Gemütliche Läden und urige Gaststätten laden an jeder Ecke zum Verweilen ein. Cesky Krumlov steht auf der Unesco-Liste der Weltkulturdenkmäler. Die Burg, das Schloss und der anliegende Garten bilden einen einzigartigen historischen Komplex auf einem Felsausläufer oberhalb der Stadt. Nach der Prager Burg handelt es sich um das zweitgrößte Schlossareal in Tschechien. Die ursprüngliche gotische Burg, die durch die Vítkovci (Wittingonen) um die Mitte des 13. Jahrhunderts gegründet wurde, erlangten die Rosenberger (Ro?mberkové) mittels Erbfolge im Jahre 1302. Zunächst wurde die Gartenanlage vom Schloss besichtigt, dann ging es durch vier große Schlosshöfe hinunter in die Stadt. Eine besondere Attraktion sind die Wildwasser-Paddler. Man kann von einer der vielen Moldau-Brücken den Aktiven zusehen, wie sie mit ihren Booten eine Staustufe hinab gleiten - und auch mal kentern. Nach einer Mittagspause in der Stadt ging es weiter zum Moldau-Stausee, einer Wassertalsperre mit ausgedehntem Stausee am Oberlauf der Moldau. Der Tag endete mit einer Schifffahrt auf dem Stausee. Die Gesellschaft wurde von zwei Musikern - teilweise auf Deutsch - mit volkstümlicher Musik unterhalten - da konnte kräftig mitgesungen werden. Auch wenn eine solche Reise durch viele Besichtigungen mit Anstrengungen verbunden ist, haben die Teilnehmer die informative Tour genossen. Geplant wurde die Fahrt vom Vorstand des Vereins Frohsinn in Zusammenarbeit mit den Auetal-Reisen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare