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Betriebsratschef Torsten Schulte tritt zurück / Auslöser 2008 im BHW

ver.di-Kleinkrieg in der Postbank

Bonn/Hameln (TT). Im Postbank-Betriebsrat hat es richtig gekracht: Der Chef des Konzernbetriebsrates der Postbank AG, Torsten Schulte, tritt zurück. Er legt sein Amt zum 15. Mai nieder und zieht damit die Konsequenzen aus einem politischen Kleinkrieg, der schon seit Monaten schwelt. Schulte erklärt in einem Brief an die BHW-Mitarbeiter in Hameln: „In ver.di-Gremien und im Konzernbetriebsrat war ich persönlichen Angriffen ausgesetzt und wurde mit Unterstellungen und Anfeindungen verschiedener Funktionsträger konfrontiert.“ Der Rücktritt sei der einzige Ausweg.

veröffentlicht am 24.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Torsten Schulte

Schulte war in Gewerkschaftskreisen seit dem Herbst umstritten: Wie der Hessisch Oldendorfer jetzt erläuterte, gab es „seit Mitte September 2008 eine intensive Diskussion zu meiner Person als Konzernbetriebsratsvorsitzender“. Die Gewerkschaft ver.di habe „seit Monaten versucht, einen Nachfolger zu finden“. Die Auseinandersetzungen zwischen ver.di und Schulte gipfelten nach dessen Darstellung darin, dass ver.di „mich mehrfach, zuletzt am 15. April durch den Gewerkschaftssekretär Gerd Tausendfreund, zum Rücktritt aufgefordert hat“. Schulte will nun mit seinem Rücktritt einer Abwahl zuvorkommen. Mit Wirkung zum 4. Mai wird Schulte als Leiter des Kundenbetreuungscenters der BHW Direktservice GmbH eingesetzt.

Der Betriebsratschef des BHW, Timo Heider, bedauerte gestern Schultes Rücktritt. Er erklärte, dass es bei dem Streit um die Personalie Schulte im Kern um die im Jahr 2008 erzielte Verlängerung des Kündigungsschutzes für die BHW-Mitarbeiter gehe. Am 12. September 2008 – am Tag des Einstiegs der Deutschen Bank bei der Postbank – hatten Schulte und Heider mit Postbank/BHW einen Kündigungsschutz bis zum 30. Juni 2010 unterschrieben. Dies haben die Postbank-Vertreter im Konzernbetriebsrat stets als Verlassen der gemeinsamen Linie kritisiert. Heider dazu: „Jetzt wurde die alte Rechnung mit Schulte beglichen.“



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