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Verdi signalisiert: „Wollen sachlich verhandeln“

Landkreis (crs). Nachdem die Emotionen in den vergangenen Tagen hochgekocht waren, kommen jetzt wieder Ruhe und Sachlichkeit in den Krankenhaus-Tarifstreit. „Wir kehren an den Verhandlungstisch zurück“, verkündet Elke Nobel als Verdi-Verhandlungsführerin das Ergebnis einer längeren Sitzung der Tarifkommission am Mittwochabend. „Wir müssen jetzt gemeinsam versuchen, auf sachlicher Ebene eine Lösung zu finden.“

veröffentlicht am 20.05.2010 um 17:54 Uhr
aktualisiert am 04.12.2012 um 17:55 Uhr

Damit dürften die allzu tiefen Gräben zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern zumindest vorerst zugeschüttet sein. Auch ProDiako-Geschäftsführer Claus Eppmann hatte die Bereitschaft zu sachlichen Gesprächen signalisiert (wir berichteten), und Klinikum-Geschäftsführer Christian von der Becke bemühte sich mit der persönlichen Rückfrage bei Verdi um die gemeinsame Rückkehr an den Verhandlungstisch.

„Wir haben die Tür nie zugeschlagen“, betont Nobel die grundsätzliche Bereitschaft zu weiteren Gesprächen in sachlicher Atmosphäre. Sie verschweigt aber auch nicht die erhebliche „Empörung und Missstimmung“ als Reaktion der Arbeitnehmer auf die Äußerungen aus Politik und Geschäftsführung: „Wir waren ziemlich sauer.“ Entsprechend sollten sich beide Seiten jetzt darum bemühen, den Konflikt nicht mehr in der Öffentlichkeit auszutragen: „Das war kontraproduktiv und weder für die Beschäftigten noch für die Patienten schön.“

Als erster Schritt soll in der kommenden Woche eine Personalversammlung beider Krankenhäuser einberufen werden: Am Donnerstag, 27. Mai, kommen die Bediensteten aus Stadthagen und Rinteln in Obernkirchen zu einem Treffen zusammen. „Die Beschäftigten haben jetzt viele Fragen, wir wollen ihre Anregungen mitnehmen in die neuen Gespräche mit den Arbeitgebern“, sagt Nobel.

In der Woche darauf geht es dann ans Eingemachte: Gemeinsam werden Ver.di und die Ärztegewerkschaft Marburger Bund mit der Arbeitgeberseite das Machbare ausloten. „Beide Seiten müssen aufeinander zugehen“, sagt die Verdi-Verhandlungsführerin – und schließt die Möglichkeit eines Gehaltsverzichts der Mitarbeiter zumindest nicht aus. Sie ist verhalten optimistisch: „Ich bin mir sicher, dass wir bis zur Sitzung des Kreistages Ende Juni Klarheit haben.“



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