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Preis mit 1,34 Euro pro Kubikmeter in unteren Regionen

Verbraucher sind fein raus: Hamelns Wasser ist günstig

Hameln (HW). Hamelner werden vergeblich hoffen, dass nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs der Wasserpreis gesenkt wird. Die Karlsruher Richter hatten vergangenen Dienstag in einem Grundsatzurteil den Kartellbehörden das Recht zugesprochen, verschiedene Versorger zu vergleichen und überhöhte Preise zu drücken.

Einen solchen Vergleich scheuen die Stadtwerke Hameln (GWS) nicht.

veröffentlicht am 04.02.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Hameln (HW). Hamelner werden vergeblich hoffen, dass nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs der Wasserpreis gesenkt wird. Die Karlsruher Richter hatten vergangenen Dienstag in einem Grundsatzurteil den Kartellbehörden das Recht zugesprochen, verschiedene Versorger zu vergleichen und überhöhte Preise zu drücken.

Einen solchen Vergleich scheuen die Stadtwerke Hameln (GWS) nicht. „Seit 1999 ist unser Wasserpreis mit 1,34 Euro inklusive sieben Prozent Mehrwertsteuer pro Kubikmeter konstant“, sagt Pressesprecherin Beate Mehren unter Verweis auf den Durchschnittspreis in der Bundesrepublik, der bei 1,88 Euro pro Kubikmeter liege. Auch merkt die Sprecherin an, dass bei Preisvergleichen innerhalb Deutschlands oder mit Nachbarländern Strukturunterschiede berücksichtigt werden müssten. „Wasserversorgung ist Daseinsfürsorge. Es gibt keinen Einheitspreis für Trinkwasser, denn die Kosten für die Wassergewinnung, die Aufbereitung und den Transport sind bei den mehr als 6000 Wasserversorgern in Deutschland sehr unterschiedlich“, so Mehren. Die Beschaffenheit der Böden und der Landschaft spielten ebenso eine Rolle wie die Bevölkerungsdichte. „Wasserversorgung muss auf diese örtlichen Gegebenheiten reagieren“, sagt die Sprecherin und erklärt den recht günstigen Wasserpreis für Hameln mit der Tatsache, dass aufgrund der sehr guten Trinkwasserqualität für die Stadtwerke die Stufe der Wasseraufbereitung entfalle. „Dafür müssen wir allerdings aufgrund der topografischen Lage mehr Geld in die Druckerhöhungsstationen und Wasserbehälter investieren. Auch dem Grundwasserschutz räumen wir eine große Priorität ein. Wir wollen keine Aufbereitungsfabriken und setzen deshalb auf vorbeugenden Grundwasserschutz“, berichtet Mehren und fügt hinzu: „Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel und ein preiswerter Durstlöscher.“

Durchschnittlich verbrauche eine Person im Jahr rund 50 Kubikmeter Wasser. Bei der Zusammensetzung des Preises entfielen 10,5 Prozent auf Steuern und Abgaben, rund 89 Prozent auf die Förderung, Speicherung und Verteilung des Trinkwassers. Zum Kubikmeterpreis von 1,34 Euro berechnen die Stadtwerke Hameln noch einen einmaligen Zähler-Grundpreis von 44,94 Euro pro Haushalt und Jahr.

Mit 1,34 Euro pro Kubikmeter Wasser inklusive Mehrwertsteuer liegen die Stadtwerke im Vergleich mit den Städten und Gemeinden des Landkreises Hameln-Pyrmont im unteren Bereich. Einen Cent mehr, nämlich 1,35 Euro, müssen die Bewohner Bad Pyrmonts und Salzhemmendorfs bezahlen. In Emmerthal werden 1,49 Euro verlangt. Die Bad Münderaner kostet der Verbrauch von einem Kubikmeter Wasser 1,54 Euro, die Coppenbrügger 1,60 Euro. An der Spitze liegen der Flecken Aerzen (1,64 Euro) und die Stadt Hessisch Oldendorf (1,65). Den geringsten Preis, nämlich einen Euro, zahlen aufgrund unterschiedlicher Wasserversorgungsverträge in Bad Münder die Bewohner von Hamelspringe, Bakede und Egestorf.



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