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80 Jahre Feuerwehr Reher – das Team blickt zurück und nach vorn

Verantwortung schweißt sie zusammen

Reher. Der Feuerwehrbedarfsplan brachte an den Tag, was Rehers Brandschützer um Ortsbrandmeister Carsten Baumbach und seinen Stellvertreter Helmut Dreyer schon lange wussten: Bei der Freiwilligen Feuerwehr Reher stimmt das Verhältnis alt zu jung. Mit einem Durchschnittsalter von 32 Jahren liegen die Kameraden und Kameradinnen aus Reher deutlich unter dem Gemeindedurchschnitt, der bei 38 Jahren liegt. Darüber hinaus verfügt die Ortswehr über einen sehr hohen Anteil von Atemschutzgeräteträgern.

veröffentlicht am 11.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 14.11.2016 um 17:16 Uhr

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„Das begeistert mich“, gestand Gemeindebrandmeister Friedhelm Senke in seinen Grußworten zum 80-jährigen Bestehen der Feuerwehr Reher, das mit einem Kameradschaftsabend begangen wurde. Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke ging auf eine Besonderheit in der Geschichte der Wehr ein. „1948 gab es bereits ernsthaft Bestrebungen, in Reher eine Jugendfeuerwehr zu gründen. Leider scheiterte das ehrgeizige Vorhaben damals an der finanziellen Situation. Wäre es umgesetzt worden, wäre Reher mit der ersten Jugendfeuerwehr nach heutigem Modell als Meilenstein in die Feuerwehrgeschichte eingegangen“, so der Kreisbrandmeister.

„Hier in Reher war man früh schon viel weiter als anderswo, allen Vorbehalten zum Trotz“, resümierte Wöbbecke und wünschte der Wehr, „stets so zukunftsorientiert zu bleiben“. Anzumerken sei, dass 1971 in Reher, entgegen dem Rat des damaligen Gemeindebrandmeisters Willi Müller, der auf die hohen Kosten für die Bekleidung verwies, die erste Jugendfeuerwehr des heutigen Fleckens Aerzen gegründet wurde. Ortsbrandmeister Carsten Baumbach erklärte, dass Sparmaßnahmen zu jeder Zeit und auch weiterhin zum Feuerwehrdienst in Reher dazugehören, warnte aber auch gleichzeitig vor teurerem Sparen. Die Feuerschutzausschussvorsitzende Renate Beyer erinnerte daran, dass der ehrenamtliche Dienst bei der Feuerwehr keinesfalls als selbstverständlich angesehen werden darf.

„Erst wer sich näher mit den Feuerwehren befasst, sieht, wie viel Zeit, Idealismus, Lernen, Verantwortungsgefühl, Fachlichkeit sowie Verlässlichkeit für das Wohl der Mitbürger und die Bereitschaft, jederzeit alle häusliche Gemütlichkeit abzubrechen und zum Einsatz zu eilen, in diesem Dienst steckt. Dafür danke ich Ihnen!“, sagte die Kommunalpolitikerin. Sie hatte dann auch die Ehre, den Sicherheitsbeauftragten Hans Otto Preuß mit der goldenen Ehrennadel der Feuerwehrunfallkasse Niedersachsens auszuzeichnen. Der Hauptfeuerwehrmann Dieter Husmann wurde für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr geehrt. Über die Verleihung einer besonderen Plakette konnte sich der Standartenführer Jürgen Dose freuen. Christa Jakobi wurde zur Ersten Hauptfeuerwehrfrau und Tobias Rügge zum Ersten Hauptfeuerwehrmann befördert.sbr



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