weather-image
19°
Stadtbrandmeister Schaper fordert: "Anschaffung endlich im nächsten Jahr in Angriff nehmen!"

Vehlen braucht dringend neues Löschfahrzeug

Obernkirchen (sig). Stadtbrandmeister Rolf Schaper machte in der Sitzung des Ausschusses für Ordnungs- und Feuerwehrwesen noch einmal mit allem Nachdruck deutlich: "Die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges für Vehlen muss 2007 in Angriff genommen werden. Der vorhandene Wagen kann jeden Tag kaputt gehen, und durch den TÜV kommt der ein weiteres Mal nicht."

veröffentlicht am 05.10.2006 um 00:00 Uhr

Nur wer gut ausgerüstet ist, kann optimale Hilfe leisten. Nicht

Schaper wies darauf hin, dass es bis zur Lieferung des Neuwagens eineinhalb bis zwei Jahre dauern könne. Geplant ist ein Tragkraftspritzenfahrzeug, zu dem ein Wassertank mit einem Inhalt von 600 bis 800 Litern gehört. Unerlässlich aus der Sicht des Stadtkommandos ist auch die Anschaffung eines Einsatzleitwagens für die Obernkirchener Ortswehr. Der müsse unter anderem mit Fax, Telefon und Laptop ausgestattet sein, unterstrich der Stadtbrandmeister. In Krainhagen hat man sich erst mal mit einer Zwischenlösung beholfen. Die Stadt griff zu, als die Buchholzer Blauröcke ein neues Fahrzeug erhielten. Das dort ausscheidende LF 8 ist zwar auch nicht entscheidend jünger als das 27 Jahre alte Tragkraftspritzenfahrzeug der Krainhäger, aber es befindet sich noch in einem passablen Zustand, ist gut bereift und hat die TÜV-Kontrolle problemlos überstanden. Dazu kommt ein weiterer wichtiger Vorteil: Es besitzt ein deutlich höheres Gesamtgewicht, das noch nicht ausgereizt ist. Krainhagens Ortsbrandmeister Stephan Konczak: "Wir können alle für den Einsatz erforderlichen Gerätschaften auf diesem Fahrzeug gut unterbringen und zudem im Ernstfall auch leichter entnehmen." Mit dieser Anschaffung ist seiner Ortswehr offensichtlich für einige Jahre geholfen. Das wird der Bergstadt angesichts ihrer bescheidenen Finanzlage sicherlich gut tun. Einige Investitionen sind in der nächsten Zeit ohnehin nicht zu umgehen. Bis Ende des Jahres werden 45 neue Funkalarmempfänger eintreffen, die wegen der Umstellung von der bisherigen analogen auf die digitale Alarmierung notwendig sind. Dafür sind rund 13 000 Euro aufzubringen. Dann wären 80 der 115 Aktiven an das moderne Funknetz angeschlossen. Parallel dazu müssen auch noch vier Sirenen auf das neue System umgestellt werden. Hier liegt der gesamte Kostenaufwand bei weiteren 2400 Euro. Nachdem für die Krainhäger Wehr drei neue Atemschutzmasken angeschafft wurden, müssen jetzt noch zehn Überhosen für neu ausgebildete Träger von Atemschutzgeräten gekauft werden sowie zehn Überjacken und Uniformen für die jungen Blauröcke, die aus den Jugendwehren in den aktiven Dienst übernommen wurden. Auf dem Finanzierungsplan für dieses Jahr stehen außerdem diverse Schläuche und drei weitere Funkgeräte. Es gab in der Sitzung des Fachausschusses auch kritische Töne. So gefiel dem Stadtbrandmeister nicht die schlechte Beteiligung der Obernkirchener Jugendwehren an dem Kreiswettbewerb im Stadion am Kammweg. Insgesamt waren dort 1200 Nachwuchsleute aus dem gesamten Schaumburger Land vertreten. Der Ausschussvorsitzende Heinrich Struckmeier nahm daran Anstoß, dass die Obernkirchener Feuerwehr für die Verkehrsführung und die Bewachung der Parkplätze in Gelldorf und Vehlen anlässlich des Flugplatztages finanziell leer ausgehen. "Es gefällt mir nicht, dass wir in unserer Lage solche Dienstleistungen kostenlos erbringen müssen", hielt er mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare