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Kooperation von Grundschule mit Kleingartenverein / Elisabeth-Selbert-Schüler halfen / THW transportiert Gartenhaus

Uta Mager: „Wir hatten manchmal Zweifel am Erfolg“

Hameln. Seit Mai 2009 hat die Grundschule Klein Berkel im Kleingartenverein Ohrberg einen Schulgarten. Die erste Saison bestand darin, Hilfe zu finden, um das Gelände nutzbar zu machen. Konrektorin Karin Hoppe nutzte ihre Kontakte und erreichte, dass die Schüler der Elisabeth-Selbert-Schule das Gelände mehrfach umpflügten und den Boden zur Bearbeitung vorbereiteten. Der Toom Baumarkt spendete auf Nachfrage von Renate Eccles vom KGV Ohrberg nicht nur Gartengeräte und Samen, sondern auch noch ein wunderschönes Gartenhaus und einen Apfelbaum.

veröffentlicht am 02.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 01:21 Uhr

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Mitarbeiter vom THW holten das Gartenhaus beim Baumarkt ab und bauten es auf. Durch Spenden wie Gehwegplatten, Gartenmöbel fürs Haus von Mitgliedern des Kleingartenvereins nahm die Gestaltung des Gartens ihren Lauf. Zur Abrundung des Projektes spendete die Firma Stummeier auf Anfrage von David Eccles, 1. Vors. des KGV Ohrberg, ein Schild, das den Schulgarten für die Öffentlichkeit ins rechte Licht setzt.

Die Aufgabe der Lehrer ging weiter, beispielsweise damit, den Unterrichtsplan umzustellen, Lehrer für das Projekt zu begeistern, die Eltern zu überzeugen und zur Mitarbeit zu gewinnen. Fragen, wie, sind die Kinder auch versichert, hat das Ganze eine Chance, nachhaltig gepflegt zu werden, mussten bedacht werden. Als dann aber ein Kind meinte: „Frau Litzkow, warum buddeln wir im Frühjahr die Kartoffeln in die Erde, wenn wir sie im Herbst wieder rausholen?“, da wussten alle beteiligten Pädagogen, wie wichtig ein Schulgarten als Lernangebot sein kann.

Die zweite Saison im Schulgarten der Grundschule Klein Berkel bilanzierte die Rektorin der Grundschule Klein Berkel, Uta Mager: „Es war eine schwere Geburt und wir hatten manchmal Zweifel am Erfolg, aber jetzt funktioniert alles. Wir konnten die Eltern mit ins Boot holen und auch die Gartenfreunde helfen ungefragt, indem sie beispielsweise einfach mal die Hecke schneiden. Dazu haben wir auch zwei Gartentage eingeführt. Zweimal im Jahr werden dann in Zusammenarbeit von Eltern, Lehrer und Kindern körperlich schweren Arbeiten wie Umgraben, Kompost und Heckenschnitt erledigt.

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Herbsteinsatz im Schulgarten: Eltern, Schüler und Lehrer haben an einem Wochenende den Garten winterfest gemacht.

Rektorin Mager: „Inzwischen sind knapp drei Jahre vergangen, und es ist erstaunlich, wie positiv die meisten Kinder auf den Schulgarten reagieren. Wie viel Freude sie zeigen, wenn beispielsweise aus der Saat kleine Pflanzen und dann sogar Gemüse oder Kräuter wachsen, wie sie alles riechen und schmecken.“

Die Schüler zeigen auch ganz unterschiedliche Talente, lernen, dass man miteinander viel mehr erreicht als allein und helfen sich. Sie lernen nicht nur Pflanzen, sondern auch die Tiere in der Natur kennen. Zum Beispiel wird das Insektenhotel sehr genau beobachtet und im Unterricht über die Erfahrungen und auftretenden Fragen gesprochen. Oft kommt die Frage: Ist der Käfer nützlich oder ein Schädling? Was machen die Insekten eigentlich im Garten? Kann man das essen oder ist das Unkraut?

Und in der Erntezeit gibt es viele spannende Momente, wenn mit den Kindern gekocht wird. Beim anschließenden gemeinsamen Verzehr hören die Lehrerinnen Sätze wie: Das schmeckt ja super, das ist ja sooo lecker, und wir haben das selber gesät und geerntet. Auch dafür lohnt sich nach Einschätzung von Uta Mager der pädagogische Aufwand. Eltern haben als Paten die Pflege der Sträucher und Hecken übernommen. Für die Sommerferien wurde auch ein Gießplan mit den Eltern erstellt. Zum Erntedankfest konnte die Schule mit Blumen und Gemüse aus dem schuleigenen Garten dekoriert werden. Als der Kleingartenverein Ohrberg zum Sommerfest lud, trugen die Schüler ein für den Verein gedichtetes Lied vor, um den Mitgliedern zu danken.

Der Schulgarten fördert das Wissen der Kinder auf vielfältige Weise, auch wenn noch Gartengeräte wie ein Dreizink, Harken und Arbeitshandschuhe für die Kinder fehlen. Es macht allen Spaß zu sehen, wie sich das Projekt Schulgarten entwickelt. Ein Wunsch der Schüler ist eine Wetterstation, um künftig die Auswirkungen des Wetters auf die Ernte zu erforschen. Eventuell kann die Wetterstation im Werkunterricht gebaut werden. Es fehlt dazu nur noch etwas Hilfe.

Der 1. Vorsitzende vom KGV Ohrberg, David Eccles, sieht das Projekt Schulgarten sehr positiv, die Reaktionen der Gartenfreunde seien äußerst positiv, die Mitglieder freuten sich darüber, wie toll der Schulgarten aussieht. Viele Mitglieder seien begeistert zu erleben, wie die Kinder ihre Erfahrungen mit der Natur machen. Als langjährige Gärtner geben sie auch gern generationenübergreifend ihr Wissen weiter oder legen auch schon mal selbst mit Hand an, berichtet Eccles.



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