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Vereinigung der Freizeitreiter besteht seit 40 Jahren

Unterwegs mit Pferden durch Europa

Reken. Rund 65 000 Mitglieder zählt die Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer heute, 40 Jahre nach ihrer Gründung. Es ist das größte Netzwerk für die freizeitliche Nutzung des Pferdes in Deutschland.

veröffentlicht am 29.08.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 04:41 Uhr

Bundesweit engagiert sich die Vereinigung für alle Belange von Reitern, die hauptsächlich in der Natur ihrem Hobby nachgehen. Ob es sich um versperrte Wege für Pferd und Reiter, die Pferdesteuer oder Tierschutz handelt, deutschlandweit nimmt die VFD Einfluss auf die Gesetzgebung und unterstützt Reiter vor Ort mit Lehrgängen, Stammtischen oder gemeinsamen Ausritten. „Wir feiern diesen Geburtstag mit einem viertägigen Reiterlager in Reken (NRW) im westlichen Münsterland vom 29. August bis zum 1. September“, kündigt David Wewetzer an. Unter den 400 bisher angemeldeten Reitern sind auch Pferdeexperten wie Peter Pfister, Gerd Heuschmann und Linda Tellington-Jones, die nach ihren Vorträgen für Gespräche bereitstehen.

Ein neues Waldgesetz drohte 1973 das freie Reiten in deutschen Wäldern auf ausgewiesene Wege zu beschränken. Im selben Jahr wurde die Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer gegründet, um auch nichtöffentliche Wege für Reiter zu erhalten, berichtet Sascha Sebastian Rühl. Auch der „Weltumreiter“ Manfred Schulze und VFD-Gründungsmitglied Ursula Bruhns werden in Reken dabei sein. „Unterwegs mit Pferden in einem grenzenlosen Europa“ ist das Motto der Feier in Reken. Bis zu der Veranstaltung tragen Reiter die „Reekener Charta“ auf Stern- und Stafettenritten in die Öffentlichkeit. „Die Charta ist eine Forderung, sich mit dem Pferd frei in der Natur bewegen zu dürfen und sie unterstützt den Tier- und Naturschutz. Denn sie ist auch eine Selbstverpflichtung für den Unterzeichner, mit der Natur sorgsam umzugehen und Rücksicht auf andere Erholungssuchende zu nehmen“, erklärt der Wanderreiter David Wewetzer. Auf dem Weg durch Deutschland nach Reken sammeln die Reiter Unterschriften, die im November bei Vertretern der Europäischen Union abgegeben werden. „Wir unterstützen die Charta vom Long Riders Guild und wollen sie in Brüssel als Grußbotschaft überreichen“, erklärt das Mitglied des Veranstaltungsteams aus Bremerhaven. Wie wichtig die Arbeit der Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland ist, zeigen die unterschiedlichen Gesetzgebungen der Länder für Reiter. „In Nordrhein-Westfalen gilt ein restriktives Reitrecht – ich darf dort reiten, wo es erlaubt ist, während in Niedersachsen ein liberales Recht gilt – ich darf dort reiten, wo es nicht verboten ist“, erläutert der Freizeitreiter. Ein gut ausgebautes Netz an Reitwegen in Kombination mit einem liberalen Reitrecht helfe in ländlichen Regionen beim Aufbau des Naherholungstourismus.

„Wir waren in Brandenburg bereits erfolgreich. Dort konnten wir das geltende Recht von einem restriktiven zu einem liberalen umformen“, so David Wewetzer. Wer in Reken dabei sein will, sich der VFD anschließen oder sich informieren möchte, kann dies im Internet unter www.vfdnet.de tun. Außerdem können dort Ansprechpartner, Veranstaltungen und Stammtische der 14 niedersächsischen Bezirksverbände gefunden werden.



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