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Bilderreise durch die Lüneburger Heide und Mecklenburg / Vortrag in Ahnsen

Unterwegs auf den Spuren von Hermann Löns

Ahnsen (sig). Sieht man einmal vom derzeit besonders launischen Wetter ab, dann lohnt es sich schon, in deutschen Landschaften Ferien zu verbringen oder sie zum Ziel von Fahrten und Kurztrips zu machen. Wenn sie dann noch so dargeboten werden, wie durch Wolfgang Prägler im Dorfgemeinschaftshaus, dann möchte man möglichst sofort sta rten.

veröffentlicht am 26.03.2008 um 00:00 Uhr

Weitgereister Fotograf: Wolfgang Prägler. Foto: sig

Es war der Wunsch der Ahnser Senioren, dass sich der vereinbarte Dia-Vortrag inÜberblendungstechnik mit der Lüneburger Heide und dem neuen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern befasst. Schließlich liegen diese Regionen fast vor der Haustür und lassen sich bequem erreichen. Wenn von der Lüneburger Heide gesprochen wird, fällt einem sofort Hermann Löns ein. Der hervorragende Naturbeobachter war eine Zeit lang als Redakteur bei der Schaumburg-Lippischen Landes-Zeitung tätig, verließ aber Bückeburg mit Groll, weil er keinen Zugang zur höfischen Gesellschaft fand. Ob unter dem Grabstein in der von ihm geliebten Lüneburger Heide wirklich seine Gebeine liegen, weiß niemand. Löns ist nämlich 1914 als Freiwilliger in Frankreich gefallen. Prägler zeigte nicht nur das Grab, sondern auch zahlreiche beeindruckende Aufnahmen von der Landschaft, in der das Heidekraut, Birken und Wacholder überwiegen. Typisch auch die großen Heidschnuckenherden. Der Vortragende zeigte weitere Motive aus Schneeverdingen, vom Benediktinerkloster Ebstorf, vom Tierpark Hanstedt-Nindorf, vom größten Heidschnuckcndorf Neuenkirchen und vom Hundertwasser-Bahnhof in Uelzen, der im Jahr der Expo vollendet worden ist. DenÜbergang zum seenreichen Mecklenburg-Vorpommern leiteten Dias von Mohn- und Kornblumen ein. Gewissermaßen zur Erinnerung daran, dass der Bestand an diesen Blumen in den Getreidefeldern ständig abnimmt. Weiter ging es mit dem Plauer See und der gleichnamigen Burg. Prägler erwähnte auch den Mundartdichter Fritz Reuter, der einst als Student wegen Hochverrats zum Tode verurteilt wurde und viele Jahre in verschiedenen Festungen verbrachte. Nächstes Reiseziel war die alte Tuchmacherstadt Malchow, deren Klosterkirche 1844 aufgegeben und zu einem Orgelmuseum umgestaltet wurde. Gezeigt wurde, wie man aus schwelendem Holz in mehreren Stufen Essig, Gas und Teer herstellt. Von Greifswald imponierten besonders die Bilder des zur Ruine verfallenen Zisterzienserklosters bei Greifswald. Hier finden heute Jazzfestivals als Freiluftveranstaltungen statt. Weitere Stationen waren das alte Fischerdorf Wieck, wo Johannes Bugenhagen gelebt hat, ein Freund Martin Luthers. Er hatte ihm bei der Übersetzung der Bibel geholfen. Natürlich durfte dieHansestadt Stralsund mit ihren zahlreichen historischen Bauten nicht fehlen. Die Boddenküste auf der Halbinsel Darß mit der Stadt Zingst, dem Hafen, Leuchtturm und Strand hat sich zu einer reizvollen Ferienregion entwickelt. Eindrucksvolle Schlussbilder: Tausende von Kranichen, die im seichten Gewässer übernachten und hier Zwischenstation auf ihren Zügen machen.



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