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Optimismusüberwiegt beim Regio-Wirtschaftsbarometer Herbst 2008

Unternehmer erwarten eine Flaute - aber keine Wirtschaftskrise

Weserbergland (TT). Weltfinanzkrise, Rezessionsangst, Konjunkturdelle - die negativen Schlagzeilen der letzten Wochen haben sich wie ein grauer Schleier auf die Seele der Volkswirte gelegt. Die Konsumfreude der Verbraucher ist nach der letzten Erhebung der Gesellschaft für Konsumforschung dadurch jedoch nicht getrübt. Ebenso wie die Verbraucher bleiben auch die Unternehmer optimistisch: Das Selbstvertrauen der Firmenchefs im Weserbergland hat unter dem Eindruck der Wirtschaftsflaute bislang nicht gelitten.

veröffentlicht am 28.11.2008 um 00:00 Uhr

Heiko Willumeit arbeitet in der Aerzener Maschinenfabrik. Im Wes

Das jedenfalls ist das Ergebnis der regionalen Umfrage "Regio-Wirtschaftsbarometer Herbst 2008". Die Hamelner TransForma Syndikat GmbH (TSG) hat in Kooperation mit dem Arbeitgeberverband der Unternehmen im Weserbergland (AdU) von Mitte September bis Ende Oktober 122 Firmenchefs und Geschäftsführer befragt. Die Firmen kommen aus der Industrie, dem Handwerk, Handel sowie der Dienstleistungsbranche und haben ihren Sitz in den Landkreisen Hameln-Pyrmont, Schaumburg, Holzminden und Lippe. TSG-Geschäftsführer Thomas Mahrenholtz fasst das Ergebnis der Umfrage so zusammen: Die Unternehmen im Weserbergland sehen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zwar schlechter als vor Jahresfrist - aber keinen generellen Wirtschaftsabschwung. Die Unternehmen im Weserbergland sagen mehrheitlich: "Wir sind besser als unsere Branchen." Dennoch merken alle, dass am Konjunkturhimmel "eine ziemlich knackige Schlechtwetterfront" heraufzieht. Das macht sich in einer sinkenden Investitionsbereitschaft bemerkbar. Im Vergleich zum Vorjahr nehmen vor allem die großen Investitionen in einer Größenordnung von über 500 000 Euro ab. Das heißt: Es sind deutlich weniger Investitionen bei Maschinen und Gebäuden geplant. Während Industrie, Dienstleister und Handel insgesamt positiv gestimmt sind, ist man im Handwerk eher pessimistisch. Aus den Zahlen des Regio-Wirtschaftsbarometers geht darüber hinaus hervor, dass der Optimismus im Kreis Schaumburg am größten und im Kreis Holzminden am kleinsten ist: In Schaumburg sprechen 60 Prozent der Unternehmen von Wachstum, in Holzminden sind es dagegen nur 33 Prozent. Bei der Frage "Was hemmt die Entwicklung der Unternehmen?" stehen neben den Antworten "Preiskampf" und "zu harter Wettbewerb" wie schon im Vorjahr Personalfragen auf der Prioritätenliste der Chefs. Personal zu finden, so die positive Seite der Medaille, ist leichter geworden - doch an der Qualität scheiden sich die Geister. Hier spricht die Wirtschaftsumfrage von "einem Engpass". Gesucht wird für 2009 vor allem technisches Personal. Dabei stöhnen die Firmen nicht in erster Linie wegen der Personalkosten - Sorgen machen eher die Kosten für Energie, Rohstoffe und Transport.



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