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"Zukunftsinitiative Tourismus" für Schautafeln / Manager gesucht / Hoffen auf Hotel

Unterkünfte, die fast keiner kennt ...

Kleinenbremen (ly). Erst am Donnerstag ist es wieder passiert. Eine Auswärtige steht in Kleinenbremen und sucht eine Ferienwohnung. Nicht einmal Einheimische können ihr helfen, dabei gibt es neun solcher Unterkünfte. Schließlich wird die Frau zu einem Bückeburger Hotel geschickt. "So etwas muss nicht sein", sagt Friedrich Vogt, Chef des Bezirksausschusses für Kleinenbremen und Wülpke. Deshalb hat die neue "Zukunftsinitiative Tourismus" beschlossen, zwei Schaukästen im Dorf anzubringen.

veröffentlicht am 31.03.2008 um 00:00 Uhr

Hinein kommen stark vergrößerte Ausschnitte des Stadtplans, auf denen Ferienwohnungen, Sehenswürdigkeiten, Gasthäuser oder Cafés, Wander- und Radwegen markiert sind, verbunden mit zusätzlichen Infos. Ein Schaukasten soll auf den Parkplatz des Besucherbergwerks, der andere an die Sparkasse. Zweites Ergebnis der erstenSitzung: Alle Eigentümer der neun Ferienwohnungen (zusammen 37 Betten) sollen an einen Tisch gebracht werden. Attraktionen hat vor allem Kleinenbremen reichlich: Besucherbergwerk, Museum für Bergbau und Erdgeschichte, Kirche, Theater "Spektakulär, Spektakulär", zwei Mühlen, zwei Backhäuser, ein Café, ein griechisches Restaurant oder die Gaststätte "Zur schönen Aussicht". Demnächst kommt eine Energie- und Kulturwerkstatt in der Mönkhoff-Mühle hinzu. Bloß müssten diese Angebote koordiniert, der Fremdenverkehr in geordnete Bahnen gelenkt werden. Was fehlt, ist ein örtlicher Tourismus-Manager, der von einem Gremium unterstützt werden könnte. "Und es fehlen Leute, die Sehenswürdigkeiten mit Leben füllen", so Walter Kunz, Vize im Heimatverein. Vogt sieht das genau so: "Was wir haben, muss besser genutzt werden", fordert er, träumt von einem Hotel und wünscht sich ein großes Café. Letzteres könnte nach Vorstellung von Walter Caselitz, Chef des Heimatvereins, eines Tages ins Übersiedlerheim einziehen. Überhaupt soll das Mönkhoff-Ensemble stärker genutzt werden. "Dies", so Heinrich Werkmeister vom Bezirksausschuss, "ist die Keimzelle unseres Dorfes." Das Interesse am zweiten Anlauf zur "Zukunftsinitiative Tourismus" hätte indes größer sein können. Gekommen waren nur 20 Kleinenbremer und Wülpker, überwiegend Eigentümer von Ferienwohnungen. Pferdekutscher fehlten, Wanderführer, künftige Radverleiher ebenfalls. Dabei geht es darum, Touristen zu gewinnen, Geld zu verdienen und nicht zuletzt "Arbeitsplätzeins Dorf zu holen", so Vogt. "Kurzurlaub hat stark zugenommen. Von diesem Trend sollten wir profitieren." Dass die Stadt Porta Westfalica der Initiative Bedeutung beimisst, zeigt die Anwesenheit von Carsten Nottmeier, als Sachgebietsleiter für Tourismus zuständig. "An neuen Ideen", sagt er, "sind wir immer interessiert." Anregungen hat Nottmeier mitgenommen. So müssten Rad- und Wanderwege besser beschildert und in Schuss gehalten werden, wie es hieß. Gewünscht werden auch ein Sommerfest sowie eine Tourismus-Börse. Dort könnten sich dann alle vorstellen, die mit Fremdenverkehr zu tun haben.



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