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SV Nienstädt 09 hat arge Probleme mit aktiven Maulwürfen auf den Fußballplätzen

Unterirdisch

Nienstädt. Der B-Platz des SV Nienstädt 09 sieht schlecht aus. Nicht wegen des nasskalten Wetters der vergangenen Wochen, sondern weil Maulwürfe sich unter der Grasnarbe häuslich niedergelassen haben. Das Ergebnis des unterirdischen Treibens sind laut Platzwart Wolfgang Preatorius rund 60 Maulwurfshügel. Und es werden mehr. Auch in Richtung des A-Platzes gibt es Grabungsaktivitäten. Die Tiere breiten sich offensichtlich nach Lust und Laune aus. Und weil der Maulwurf unter Naturschutz steht, muss der Verein zuschauen.

veröffentlicht am 11.02.2016 um 19:35 Uhr
aktualisiert am 11.02.2016 um 22:17 Uhr

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Auch Werbeleiter und Stadionsprecher Helmut Nielaczny macht sich Sorgen. Vor allem um die Verletzungsgefahr für die Fußballer, die bald wieder darauf trainieren sollen. „Der Spielbetrieb ruht seit Mitte Dezember. Die Spiele sollen Ende Februar, Anfang März wieder beginnen. Das können wir abhaken. Hier wird in den nächsten Wochen kein Spiel stattfinden“, sieht Nielaczny betrübt auf die zweite Saisonhälfte.

Das würde den Maulwürfen wohl noch besser gefallen. Laut Auskunft des Landkreises fühlt die Art sich besonders wohl auf ruhigen Flächen. „Meistens sieht man auf unbespielten oder wenig bespielten Plätzen Maulwürfe“, lautet die Auskunft von Anja Gewald aus der Pressestelle. Nach dem Naturschutzgesetz sei es nur möglich, die Hügel abzutragen und die Löcher wieder dichtzumachen. „Eine andere Möglichkeit lässt das Tierschutzgesetz nicht zu“, gibt Gewald die Auskünfte des zuständigen Amtes wieder. Nur nach Absprache könne in Ausnahmefällen eine Vertreibung der Tiere zugelassen werden.

Dem Bauhof sei kaum zuzumuten, den Platz zu mähen, findet Nielaczny. Rund 60 Maulwurfshügel zu begradigen und die Löcher so zu verfüllen, dass niemand sich den Fuß verknackst, bleibe am Platzwart hängen und sei ein recht aussichtsloses Unterfangen. „Wenn wir die Hügel einebnen, sind sie zwei Tage später wieder da“, berichtet Nielaczny, der nicht glaubt, dass sich die Tiere bei ausgedehnten Aktivitäten zurückziehen. „Das stimmt so nicht, weil wir das auch im Sommer haben, bei vollem Spielbetrieb“, sagt er. „Dann ist hier jeden Abend Training und am Wochenende sind Punktspiele.“

Der SV wolle das Thema jetzt einmal öffentlich benennen, weil viele Vereine mit dem Problem dastehen, meint Nielaczny. Und den Platzwarten noch mehr Arbeit aufzubürden, scheitere auch aus finanziellen Gründen. Die Platzwarte leisten für ihre Aufwandsentschädigung schon viele ehrenamtliche Stunden. Außerdem erhoffe man sich Tipps von anderen, weil bisher kein probates Mittel gegen die Maulwürfe gefunden sei.

Nienstädts Gemeindedirektorin Sandra Wiechmann kündigt an, dass der Bauhof die Situation unter die Lupe nimmt. Der Platz solle ja bespielbar sein. „Wir wollen, dass unsere Vereine zufrieden sind“, sagt Wiechmann, die dafür plädiert, die Situation nach dem nächsten Rasenmähen erst einmal zu beobachten. bab



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