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Ziel des Extener Heimatvereins / Offizielle Eröffnung des Industriemuseums im April

Unterer Eisenhammer soll zum internationalen Baudenkmal werden

Exten (who). Am 27. April will der Heimatverein Exten offiziell die Einweihung des Unteren Eisenhammers als Industriemuseum feiern (wir berichteten). Das historische Gebäude sollte es wert sein, den Status eines internationalen Baudenkmals zu erhalten, hat sich Christoph Ehleben überlegt.

veröffentlicht am 09.02.2008 um 00:00 Uhr

Ein großer Tag für den Heimatverein Exten kündigt sich an: Mit d

Der Aktivist und Hausgrafiker des Heimatvereins Exten ist darauf gekommen, als er an historischen Gebäuden im Osten Deutschlands, in Bayern und Österreich die quadratischen Plaketten der Unesco für besonders schützenswerte Denkmale entdeckt hatte. Die Schilder zeigen ein auf der Spitze stehendes blaues Quadrat, das von der Spitze eines darüberstehenden weiteren Quadrats berührt wird. Christoph Ehleben: "Dabei handelt es sich um das offizielle Zeichen, mit dem nach der Haager Konvention von 1954 bei kriegerischen Auseinandersetzungen Kulturgut geschützt werden sollen." Eins der bekanntesten Beispiele dazu sei die berühmte Brücke von Mostar in Kroatien aus dem Jahr 1567. Allerdings sei die Brücke auch trotz des in vier Sprachen aufgedruckten Hinweises nicht vom Beschuss während des Balkankrieges geblieben und 1993 komplett zerstört worden. Christoph Ehleben dazu: Den Truppen bzw. Soldaten, die für Beschädigung oder Zerstörung solcher Kulturdenkmale verantwortlich seien, drohe die Bestrafung durch die Unesco, die inhaltlich für die Ahndung von Verstößen zuständig sei. Und Vereinsvorsitzender Horst Vöge ergänzt: "Wir haben auf alle Fälle schon mal bei der Stadt Rinteln nachgesucht, um zu klären, ob unser Industriemuseum grundsätzlich als international geschütztes Denkmal in Frage kommt." Das Denkmal-Logo der Unesco, das wohl hauptsächlich nur Eingeweihten bekannt ist, kann übrigens auf dem Plakat mit der Ankündigung der Museumseinweihung besichtigt werden. Christoph Ehleben hat es in sein Plakat eingearbeitet, das jetzt im Aushangkasten neben der Treppe beim Eingang der Heimatstube zu sehen ist. Der Kasten selbst ist eine weitere Neuerung für den Heimatverein, erklärt Horst Vöge. "Früher hat er die Aushänge und Bekanntmachungen der ehemaligen Gemeindeverwaltung aufgenommen und konnte lange Zeit nicht geöffnet werden. Jetzt haben wir ihn übernommen für unsere Zwecke." Dass einige der gut 100 Jahre alten Fenster der Heimatstube ebenfalls nicht geöffnet werden können, liegt daran, dass sie irgendwann direkt nach dem Streichen geschlossen worden und festgeklebt sind, berichtet Horst Vöge. Der Vorsitzende und sein Vorstand würden es gerne sehen, wenn die Fenster durch zeitgemäße Isolierverglasungen ersetzt oder durch innenliegende Vorhängefenster ergänzt würden.



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