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Bürgermeister Adolf Neitsch: Bergkrug-Bereich würde so mit Nienstädter Bereich gleichziehen

Unter Dreijährige betreuen: Ausschuss dafür

Helpsen/Seggebruch (jl). Die Einführung der Ganztagsgruppe und des Hortes im Kindergarten Bergkrug zum Beginn des aktuellen Kindergartenjahres sind nur eine Zwischenetappe gewesen. Zum nächsten Kindergartenjahr in diesem Sommer soll die Reise weitergehen: Der gemeinsame Kindergartenausschuss der Gemeinden Helpsen und Seggebruch hat sich am Dienstag einstimmig für ein weiteres neues Angebot ausgesprochen. Von August an sollen Kinder von zwei Jahren an betreut werden. Es gilt als sicher, dass die beiden Räte dem Votum folgen.

veröffentlicht am 18.01.2007 um 00:00 Uhr

Die jetzt angepeilte Ausdehnung des Betreuungsangebotes in dem Fünf-Gruppen-Kindergarten steht nach den Worten des Ausschussvorsitzenden und Helpser Bürgermeisters Adolf Neitsch (SPD) schon länger im Raum. Der Bergkrug-Bereich würde so mit dem Nienstädter Bereich gleichziehen, wo Zwei- bis Dreijährige bereits seit geraumer Zeit im Sülbecker Kindergarten betreut werden. Für die altersgemischte Gruppe oder Gruppen wären laut Neitsch am Bergkrug nur relativ geringe sachliche Aufwendungen nötig, und der Kindergarten würde "personell nicht doll belastet". Ein Vorteil sei, dass die Gruppen vom Start des Kindergartenjahres an voll ausgelastet seien und sich nicht erst peu à peu mit Kindern auffüllen würden, die später drei Jahre alt würden. Bedarf ist nach den Worten von Ditmar Köritz von der Samtgemeinde vorhanden. Es gebe regelmäßig Anfragen von Eltern. Köritz verwies darauf, dass solche Angebote von 2010 an Pflicht würden. Eine reine Kleinkindergruppe, eine so genannte Krippe, kann es nach seinen Worten am Bergkrug vorerst nicht geben. Da Krippengruppen maximal 15 Kinder umfassen dürfen, müsste der Kindergarten auf zehn Plätze verzichten, und das sei nicht möglich. Die Marschrichtung ist klar, so Vorsitzender Neitsch. Aufgenommen würden Kinder, die im Laufe des Kindergartenjahres den dritten Geburtstag feiern würden. Es soll allerdings eine Obergrenze von zehn Plätzen für die ganz Jungen geben. Jetzt geht es an die Feinheiten. Dazu zählt unter anderem ein Gespräch mit dem Team, das nach Angaben von Kindergartenleiterin Sabine Hage zur neuen Aufgabe bereit sei aber noch Zweifel hege, ob das Miteinander der Altersgruppen auch funktioniere. Auf den Weg gebracht hat der Ausschuss auch größere Investitionen für den Kindergarten. So sollen zwei Räume unter dem Dach der benachbarten Grundschule durch den Bau einer Treppe wieder nutzbar gemacht werden. Sie waren nach einer Brandschutzprüfung geschlossen worden. Ferner soll eine Blockhütte für Außenspielgeräte gekauft werden. Dadurch wird ein weiterer Raum frei, der zur Werkstatt für die beiden genannten Gruppen werden soll. Das Investitionsvolumen beträgt laut Neitsch rund 85 000 Euro und wird etwa zur Hälfte von der Samtgemeinde mitgetragen.



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