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Nächster weißer Fleck auf der Karte im Landkreis verschwunden: 23 Kinder bilden Nachwuchs

Unter den Löschknirpsen sind auch Mädchen

Kirchohsen (fn). Nein, Feuerwehrmarmelade kennen Nico und Maurice nicht – noch nicht. Dafür kann Maurice schon etwas über den Fahrzeugpark der freiwilligen Feuerwehr sagen. „Also, ich kenne das HLF, das ist ein Hilfeleistungslöschfahrzeug. Und ich kenne den Feuerwehr Unimog. Der ist geländemäßig“, erzählt er von der Einsatzmöglichkeit des Fahrzeugs auch abseits der Straßen. Die beiden Siebenjährigen gehören zu den jüngsten Wehrmitgliedern der freiwilligen Feuerwehr Kirchohsen – den „Löschknirpsen“. Dem Aufruf der Emmerthaler Blauröcke zur Gründung einer Kinderfeuerwehr waren 23 Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren gefolgt. Mit der Errichtung der ersten Kinderfeuerwehr in Emmerthal ist ein weißer Fleck auf der Karte im Landkreis verschwunden. Es wurde eng in den Unterrichtsräumer der Wehr in der Reherstraße, als sich die „Löschknirpse“, in Begleitung ihrer Eltern, das erste Mal trafen. „Klasse, freut mich“, zeigte sich Bürgermeister Andreas Grossmann erfreut und blickte voraus: „Ich denke, ihr werdet viel Freude haben.“ An die bevorstehende Arbeit der nötigen Betreuer dachte Hameln-Pyrmonts Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke, auch aus eigener Erfahrung: „Ich habe meine Frau auch als Betreuer abgeben müssen.“ Die Kirchohser Brandschützer haben mit Rebecca Schwedt, einer ausgebildeten Erzieherin, Patricia Jordan, Thomas Schröer und Stefan Möller gleich vier engagierte Begleiter der Kinderfeuerwehr. Die Kids werden spielerisch „Fahrzeuge und Gerätschaften kennenlernen, Unfallverhütung und Erste Hilfe erlernen, vorbeugenden Brandschutz und Knotenbinden üben, sie werden sich vertraut machen mit der Technik an der Kübelspritze. Bei all den Aktionen lernen sie, den Umweltschutzgedanken zu pflegen und sie werden gemeinsam Sport treiben, spielen, basteln und kochen.“ Rebecca Schwedt listete auf, mit was die jüngsten „Blauröcke“ beschäftigt werden. Und die warteten schon gespannt auf ihre erste Uniform. Erhielt doch jeder „Löschknirps“, von denen jeder dritte „Knirps“ ein Mädchen ist, von Ortsbrandmeister Thomas Jordan ein rotes T-Shirt mit Namen und der Kennzeichnung „Löschknirps“, gesponsert vom Förderverein. Von der Kreisjugendfeuerwehr gab es Süßigkeiten, die nach dem ersten Dienst geschleckt werden durften. Da musste das erste „Feuerwehrmarmeladenbrötchen“ zum Kennenlernen noch etwas zurückstehen.

veröffentlicht am 11.08.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 12:21 Uhr

Freizeit und Verantwortung lassen sich bei der Feuerwehr schon von klein auf erlernen. Die Feuerwehrknirpse bilden den Grundstock dafür.

Foto: fn



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