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Freundeskreis Stiftung Bethel informiert sichüber Zukunft des Krankenhauses

Unter dem Dach von "ProDiako" bereit für eine große Lösung

Bückeburg (mig). 2008 ist für das Krankenhaus Bethel ein Jahr der Entscheidungen. Der Status Quo mit drei Kliniken in Schaumburg wird sich auf Dauer nicht halten lassen - in welcher Form das Krankenhaus weiterbesteht, ist bisher noch nicht entschieden. Derzeit verhandelt Bethel wie berichtet mit einer kirchlichen Gesellschaft über eine Beteiligung, parallel dazu gibt es Überlegungen für eine gemeinsame Trägerschaft der Krankenhäuser in Rinteln, Stadthagen und Bückeburg. Im Rahmen einer Versammlung des Freundeskreis Stiftung Bethel informierte der stellvertretende Vorsitzende der Stiftung Krankenhaus Bethel, Klaus Dieter Vogt, über die neuesten Entw icklungen.

veröffentlicht am 27.03.2008 um 00:00 Uhr

Begrüßt wurden die Mitglieder zunächst aber von Karl Heinz Rosenfeld, dem Vorsitzenden des Freundeskreises. Rosenfeld erinnerte an die besonders innige Beziehung der Bückeburger zu "ihrem" Krankenhaus und mahnte: "Vertrauen baut sich langsam auf." Zu ihm habe eine Frau gesagt, dass das Krankenhaus nie aufgegeben werden dürfe, es habe doch eine Seele, so Rosenfeld. Durch die vielen Veränderungen gezwungen, könne man aber nicht "einfach an der Seite stehen bleiben". Im anschließenden Beitrag veranschaulichte Klaus Dieter Vogt die schwierige Situation, in der sich das Krankenhaus Bethel derzeit befindet. Während in Minden das modernste Klinikum Europas seine Pforten öffne, werde sich auch in Stadthagen und Rinteln die Trägerschaft der Krankenhäuser "so oder so" ändern. "Da sich das Umfeld stärker ändert als jemals vorher, wird man auf diesem Stand nicht bleiben können", sagte der Stiftungs-Vorstand. Eine Partnersuche um jeden Preis kommt für Vogt aber nicht in Frage. Den Verkauf an private Träger lehnt er ab. "Entscheidet sich der Landkreis für einen Weg, wie er jetzt mit der Gesellschaft ProDiako ins Spiel gekommen ist, wäre Bethel bereit, unter diesem diakonischen Dach einer großen Lösung beizutreten", so Vogt im Hinblick auf die Kooperationsgespräche. "Das würde sich mit dem Stiftungsgedanken vereinbaren und eine deutlich verbesserte Versorgung des Kreisgebietes nach sich ziehen." Ein weiterer Vorteil wäre, dass Schaumburg für Ärzte und Abteilungen, die derzeit im Landkreis unterrepräsentiert sind, attraktiver würde und Patientenströme, die noch aus dem Landkreis herausgehen, halten könnte. Dass Bethel noch lange kein Sozialfall ist, stellte der Vorstand in seinen Ausführungen ebenfalls fest. "Bethel schrieb und schreibt auch derzeit keine roten Zahlen." Augenblicklich erlebe das Krankenhaus sogar einen starken Aufschwung - vor allem die Unfallchirurgie, aber auch die anderen Abteilungen entwickelten sich gut bis sehr gut. Viele Entscheidungen der Vergangenheitzeigten jetzt ihre Erfolge, derzeit sei Bethel ein Krankenhaus, das ausgeglichen und kostengünstig arbeite. Als Fazit seiner Ausführungen fasste Vogt zusammen: "Bethel kann und möchte sich einer Lösung anschließen, wenn sie unter dem diakonischen Dach von ProDiako entstehen würde, muss es aber nicht." Für andere Modelle stehe das Bückeburger Krankhaus nicht zur Verfügung. "Dann müssen wir halt klein aber fein bleiben und unseren diakonischen Gedanken allein weiterverfolgen." ProDiako wurde 1999 von evangelischen Krankenhausträgern in Niedersachsen unter Beteiligung des Diakonischen Werkes der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers gegründet. Der anfänglich lockere Verbund wurde 2002 zu einer Dachorganisation weiterentwickelt; im Juli 2003 wurde die ProDiako-Holding gegründet. Nach und nach konnten seit derUnternehmensgründung mit kommunalen und auch kirchlichen Krankenhausträgern Verträge abgeschlossen werden, in denen die strukturelle (nicht nur die eigentumsmäßige) Einbindung dieser Einrichtungen in die ProDiako- Gruppe vereinbart wurde. Ein wesentliches Ziel der ProDiako ist es, alle nach außen gerichteten Aktivitäten zu bündeln, um die Marktposition der Kliniken zu stärken.



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