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Samtgemeinden im Kreis haben keine Probleme beim Winterdienst

„Unsere Salz-Vorräte reichen aus“

Kreis Holzminden (nig/rei). Während in Holzminden noch der „Krisenstab“ tagt, reagieren die Bauamtsleiter der Kommunen rund um die Kreisstadt ganz entspannt auf die Frage nach ihrem Streusalz-Vorrat. Überall sind die Lager voll beziehungsweise die örtlichen Lieferanten gut eingedeckt. Die Verantwortlichen sind zuversichtlich, ihre örtlichen Winterdienste auch in den nächsten Wochen ohne Einschränkungen durchziehen zu können.

veröffentlicht am 07.01.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 23:21 Uhr

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Das gilt – seit gestern – auch für die Samtgemeinde Boffzen. Günther Klenke vom Bauamt muss allerdings zugeben, dass es hier in den vergangenen Tagen kurzzeitig Engpässe gegeben hat. Die Samtgemeinde Boffzen betreibt kein eigenes Streusalz-Lager, sondern „tankt“ bei Bedarf direkt beim Landhandel auf. Und der hatte zunächst wohl etwas knapp kalkuliert. Günther Klenke zeigt dafür Verständnis: „Immerhin haben wir jetzt schon mehr Streugut verbraucht als in den letzten drei Wintern zusammen.“ Zum Glück bekamen die Boffzener Hilfe vom Land: Sie durften „Salz-Lose“ nutzen und sich zweimal aus den Vorräten der Landesstraßenmeisterei bedienen. Inzwischen kann sich der Bauhof jedoch wieder selbst versorgen.

Beverns Bauamtsleiterin Vera Thomas musste zum Glück noch keine „Krisensitzung“ einberufen. Die Bauhof-Scheunen sind noch gut gefüllt, und auch der örtliche Baustoffhandel verfügt über ausreichende Salz-Liefermengen. „Außerdem gehen wir sehr sparsam mit dem Streusalz um“, betont Thomas. Und für alle Fälle hat sie bereits im Sommer ein großes Depot an trockenem Streusand anlegen lassen – für den Fall, dass bei extremer Kälte das Salz keine Wirkung mehr zeigt.

Gelassen schauen auch die Verantwortlichen der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle auf den Wetterbericht, der ja in den nächsten Tagen noch ergiebige Schneefälle voraussagt. Die Streusalz-Vorräte wurden gerade erst wieder aufgefüllt.

Ähnlich sieht es in der Samtgemeinde Stadtoldendorf aus. „Wir haben gestern erst noch einen Zug Streusalz bekommen“, freut man sich beim Bauamt. Die frischen 25 Tonnen Streusalz reichen aus, um die Straßen in Stadt- und Samtgemeinde fünf Tage lang zu streuen. Zusammen mit den noch vorhandenen Lagerbeständen ist man noch für gut zehn Tage gerüstet. Neue Bestellungen wurden aber schon in Auftrag gegeben.

Sehr gelassen geht man das Thema in Eschershausen an. „Wir haben am Montag bestellt und hatten gleich am Dienstag und auch am Mittwoch eine Lieferung bekommen“, sagt Uwe Mikus vom Bauamt Eschershausen. Sein Trick: Er bezieht das Streusalz von einem anderen Lieferanten als die meisten anderen Kommunen, und der ist auch in angespannten Zeiten zuverlässig, kennt keinen Lieferengpass. „Es lohnt sich eben manchmal, nicht nur den günstigsten Anbieter zu wählen“, kommentiert es Mikus.

In der Stadt Holzminden wird das Streusalz knapp: Wenn es richtig schneit am Wochenende, können nur noch die wichtigen Verkehrsadern gestreut werden. Die nächste Lieferung kommt erst in zwölf Tagen. Gerade noch 40 Tonnen lagern in den Depots der Stadt Holzminden. 2007 haben 40 Tonnen (fast) für den ganzen Winter gereicht. Wenn die prognostizierten 15 Zentimeter Neuschnee am Wochenende fallen, müssen die Stadtwerke auf einen Notfallplan zurückgreifen: Dann werden nur noch 23 Kilometer stark befahrene Durchgangsstraßen, Zufahrtsstraßen zu Krankenhaus, Feuerwehr und Polizei und vor allem Gefällstrecken gestreut.



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