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Jetzt drohen "Knöllchen": Verwaltung der Samtgemeinde lenkt ihr Augenmerk künftig auf Falschparker

Unruhige Zeiten für den ruhenden Verkehr

Eilsen (tw). Notorische Falschparker, die ihr Auto ohne Rücksicht auf Verbots-Bleche "irgendwo" und "irgendwie" parken, sollten ihr Sparschwein schon mal auf Vorrat füttern: Sie werden das Gesparte brauchen, denn: Die Samtgemeinde wird ihr Augenmerk ab sofort verstärkt auf das Überwachen des ruhenden Verkehrs in Eilsen legen - zusätzlich zur Polizeiwohlgemerkt. Damit kommt das "Rathaus" entsprechenden Forderungen der Politiker des Kurortes nach.

veröffentlicht am 16.05.2007 um 00:00 Uhr

Macht ernst: Rathaus-Mitarbeiter Sebastian Kreie steckt an der H

"Das Team des Ordnungsamts, Andreas Kunde, Anna Meier und Sebastian Kreie, haben die entsprechende Vollmacht und einen Ausweis vom Landkreis Schaumburg erhalten", sagt Eilsens Bürgermeister Bernd Schönemann. In der Vergangenheit hatte er selbst gemeinsam mit Ulrike Samson und Sandra Schütte den Überwachungs-Job gemacht. Der Samtgemeindebürgermeister: "Die Drei haben Verwarnungen in Papierform im Handschuhfach, werden sie den Parksündern im Rahmen ihrer üblichen Außendienst-Arbeit hinter die Scheibenwischer stecken." Der Halter des jeweiligen Wagens wird dann von der Samtgemeinde per offizieller Anfrage in Flensburg ermittelt. "Zahlt der Betreffende, ist die Angelegenheit erledigt", sagt Schönemann. Legt er dagegen Widerspruch ein, geht das Verfahren an den Landkreis Schaumburg. Dabei weiß der Bürgermeister, weiß aber auch das Trio vom Ordnungsamt ganz genau, auf welche Bereiche sie ein besonderes Augenmerk haben müssen. Am Hang (Heeßen), Harrl-Allee, und Ringstraße nennt Schönemann als drei von mehreren Schwerpunkten der Überwachung. Darüber hinaus achtet das Team vom Rathaus ganz allgemein darauf, dass Bürgersteige von Autos nicht so blockiert werden, dass weder Kinderwagen, noch Rollator oder Rollstuhl mehr durch die Lücke passen. Für alle die Uneinsichtigen, welche auch weiter gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen, hat Siegfried Kaboth von der Polizeistation Bad Eilsen schon mal einen Blick in den Verwarngeldkatalog geworfen. Unzulässiges Halten: 10 Euro, mit Behinderung 15 Euro. Unzulässiges Halten in "zweiter Reihe": 15 Euro, mit Behinderung 20 Euro. Unzulässiges Parken, zum Beispiel auf Geh- und Radwegen: 15 Euro, mit Behinderung 25 Euro. Länger als 1 Stunde 25 Euro, mit Behinderung 35 Euro. Ohne Parkscheibe oder mitÜberschreiten der erlaubten Höchstparkdauer geparkt: bis zu 30 Minuten 5 Euro, bis zu 1 Stunde 10 Euro, bis zu 2 Stunden 15 Euro, bis zu 3 Stunden 20 Euro. Länger als 3 Stunden 25 Euro. Rettungsfahrzeuge durch Parken behindert: 40 Euro, zusätzlich ein Punkt in Flensburg. Schwerbehinderten -Parkplatz unberechtigt genutzt: 35 Euro. Nicht platzsparend gehalten oder geparkt: 10 Euro. Zu beachten ist dabei: Wer sein Fahrzeug verlässt oder wer länger als drei Minuten hält, der parkt. Auch wenn dort kein Schild steht, gilt grundsätzlich: Das Halten ist an engen und an unübersichtlichen Stellen verboten. Außerdem im Bereich von scharfen Kurven; auf Beschleunigungs- und auf Verzögerungsstreifen; auf Fußgängerüberwegen sowie bis fünf Meter davor; auf Bahnübergängen; bis zu zehn Meter vor Lichtzeichen und den Zeichen Andreaskreuz, Vorfahrtachten, Stoppschild,wenn diese dadurch verdeckt werden. Das Parken ist grundsätzlich vor und hinter Kreuzungen und Einmündungen bis zu je fünf Meter von den Schnittpunkten der Fahrbahnkanten verboten. Außerdem wenn es das Benutzen gekennzeichneter Parkflächen verhindert; vor Grundstücksein- und ausfahrten, auf schmalen Fahrbahnen auch ihnen gegenüber; vor Bordsteinabsenkungen; bis zu je 15 Meter vor und hinter Zeichen Bushaltestellen; vor und hinter dem Andreaskreuz und an Ortsschildern innerorts bis zu je fünf Meter, außerorts bis zu je 50 Meter. Übrigens: Regelrechte Politessen, die nichts anderes tun, als Parksünder aufzuspüren, wird es in der Samtgemeinde auch in Zukunft nicht geben. Dazu reicht zum einen das Personal nicht. Zum anderen stünden die Kosten für das Einstellen eines zusätzlichen Mitarbeiters in keinem Verhältnis zu dem, was er an Verwarngeldern eintreiben könnte. Denn Eilsen hat weder Parkscheinautomaten noch Parkuhren.



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