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Sonderausstellung im Wald- und Forstmuseum Heidelbeck / Saison beginnt

Universalgelehrter aus Hohenhausen entdeckt Grundlagen der Fischzucht

Kalletal (motz). Am Karfreitag ist das Wald- und Forstmuseum Kalletal-Heidelbeck in die diesjährige Museumssaison gestartet. Am Osterwochenende waren bereits über 100 Besucher da, was Museumswart Robert Keiser, der das Museum seit der Eröffnung vor knapp 23 Jahren betreut, riesig freute. Für ein so ungewöhnliches Haus sei das schon eine erfreuliche Zahl.

veröffentlicht am 28.03.2008 um 00:00 Uhr

Ein besonders gut erhaltenes Exemplar eines versteinerten prähis

Mit ein Grund für den großen Andrang ist mit Sicherheit die Ausstellung "Zeugen eines europäischen Urmeeres vor 240 Millionen Jahren - Fossilien und Muscheln aus unserer Region" und Hauptattraktion der "Nothosaurus", eine Bastardechse, die im Extertal gefunden wurde und unter Experten als ausgesprochene Rarität gilt. Karten veranschaulichen den geowissenschaftlichen Hintergrund der Fossilienauswahl. Weitere interessante Sehenswürdigkeiten des Museums sind in den Dauerausstellungen zu besichtigen, so beispielsweise historische Forstgeräte sowie Jagdwaffen, darunter als besonders wertvolles Stück ein Drilling. Das Museum hat auch für Kinder und Jugendliche Angebote, die Wissenswertes unterhaltsam vermittelt. So spielt auf Knopfdruck ein Vogelwecker zehn verschiedene Vogelgesänge ab und erklärt dem Besucher zudem alles über das ausgewählte Tier. Eine eigene Vitrine in der Galerieüber das historische Fischerwesen und die Gewässer in Lippe ist Stephan Ludwig Jacobi (1711-1784) gewidmet. Der gebürtige Hohenhauser ist unter Fischzüchtern in aller Welt bekannt, denn der Universalgelehrte entdeckte, wie man Forellen künstlich besamen kann. Auf seine grundlegenden Versuche und Forschungen geht die moderne Fischzucht zurück. Interessierte können das Wald- und Forstmuseum im Kalletal bis zum 1. November jedes Wochenende sowie an den Feiertagen besuchen. Wer allerdings den Nothosaurus bestaunen möchte, muss sich beeilen: Die Sonderausstellung ist nur noch bis Ende April in Heidelbeck zu besichtigen. Kontakt: Wald- und Forstmuseum, Kurstraße 7, 32689 Kalletal-Heidelbeck.



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