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Kleine Feierstunde direkt vor dem Spiel / Klaus Schweer als Interimstrainer

Union bekommt den "Fair-Play-Preis" Günter Blume die Lindhorster Kündigung

Kreisliga (seb). Einen doppelten Grund zur Freude hat der SV Union Stadthagen. Zum einen landeten die Gök-Schützlinge einen 2:0-Erfolg beim TSV Exten, dann wurde im Nachholspiel der Beckedorfer SV mit 7:0 abgefertigt. Der Lohn ist die Tabellenführung in der Kreisliga. Und zum anderen bekommt der SV Union Stadthagen in einer kleinen Feierstunde am Sonntag um 14.30 Uhr, also direkt vor dem Spielbeginn gegen den TuS Lindhorst, den "Fair-Play-Preis" der zuständigen VGH-Direktion überreicht. Der türkische Fußballclub war in der vergangenen Saison das fairste Team im NFV-Kreis Schaumburg.

veröffentlicht am 19.10.2007 um 00:00 Uhr

Abstiegskampf: Auf TuS-Routinier Karsten Nolde (r.) wartet noch

Gegen den TSV Exten wurde der Mut des neuen Spitzenreiters belohnt. "Wir haben konsequent nach vorne gespielt und haben die Partie verdient gewonnen", freute sich der Trainer. Gerade die Union-Defensive präsentierte sich in den letzten Spielen überaus sattelfest. Nur sieben Gegentore ist der Spitzenwert der Kreisliga. Allerdings fordert Gök nun von seiner jungen Elf kein Nachlassen: "Es ist viel schwieriger oben zu bleiben, als die Spitze zu erklimmen. Das ist eine völlig neue Situation für uns. Ich bin gespannt, wie die Truppe damit fertig wird." Union kann gegen Lindhorst in Bestbesetzung antreten und wird den angeschlagenen Tabellenvorletzten nicht unterschätzen. In Lindhorst herrschte in der vergangenen Woche rege Betriebsamkeit, allerdings nicht auf dem Fußballfeld. Der TuS trennte sich "in beiderseitigen Einvernehmen", so Fußballobmann Bernd Siebert von Trainer Günter Blume. Auf Nachfrage bei Blume erklärte der Trainerfuchs, dass er einen Anruf bekommen habe und ihm mitgeteilt wurde, "dass er nicht zur Mannschaft passen würde". Als Interimslösung auf der Bank nahm mit Klaus Schweer ein alter Bekannter in Lindhorst platz. Die Trennung hat allerdings noch nicht gefruchtet. Die beiden Spiele unter neuer Leitung wurden sang- und klanglos mit jeweils 0:5 verloren. Damit ist der TuS nun schon seit acht Partien sieglos und blieb zuletzt fünfmal ohne Torerfolg. Allerdings stellt Siebert klar, dass in den letzten Begegnungen "nie die Stammformation spielen konnte und sechs Akteure aus der Reserve aushelfen mussten". In dieser Verfassung, dürfte dem TuS Lindhorst nur ein Fußballwunder zu einem Punkt verhelfen.

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