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Stadtfeuerwehr Hessisch Oldendorf zieht Bilanz / Ehrungen für Funktionsträger

Ungewöhnliche Einsätze gemeistert

Hessisch Oldendorf. Nicht nur, dass die 24 Ortswehren im Stadtgebiet Hessisch Oldendorf im vergangenen Jahr bei 125 Einsätzen einen Anstieg um 13 Ernstfälle zu verzeichnen hatten. Es waren auch einige nicht alltägliche Schadensfälle insbesondere im Bereich der technischen Hilfeleistung dabei, die die 628 Aktiven zu bewältigen hatten. Das berichtete Stadtbrandmeister Jürgen Hilpert in der Jahresabschlussbesprechung aller Feuerwehren.

veröffentlicht am 17.03.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 14.11.2016 um 16:00 Uhr

Unter den 125 Einsätzen waren 23 Brandfälle. Bei den acht Entstehungsbränden waren vier Rußbrände in Schornsteinen zu verzeichnen. „Ende Juli und Anfang September gab es zudem eine kleine Serie von Containerbränden, die sich zum Glück nicht fortsetzten“, stellte Jürgen Hilpert fest. Der Brand eines Carports in Segelhorst Anfang Februar und eines Raucherpavillons auf einem Klinikgelände am 2. Weihnachtsfeiertag zählten zu den größeren Brandeinsätzen. Bei den 81 Hilfeleistungseinsätzen bedeuteten zwei Einsätze eine besondere Herausforderung. So stand im April im Hessisch Oldendorf ein Pkw in einer Hauswand, nachdem das Fahrzeug über eine Kreuzung gerast und in ein Fenster eingeschlagen war. Und im Juli war nach starken Regenfällen das Dach eines Anbaus in Hessisch Oldendorf eingestürzt. Da weitere Einsturzgefahr bestand, musste der Anbau sogar eingerissen werden. „Beide Einsätze haben wir in guter Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Hameln und dem THW Hameln abgearbeitet“, stellte Stadtbrandmeister Hilpert fest. Unwettereinsätze, ein Flugzeugabsturz im Bereich Süntel oder eine Personensuche zählt Jürgen Hilpert noch zu den besonderen Einsätzen, zu denen außerdem elf Fehlalarme kamen. Der Stadtbrandmeister betonte: „Wir haben bei fünf Einsätzen in der Linsingen-Kaserne humanitäre Hilfe bei der Flüchtlingsankunft geleistet. 78 Kameraden stand in Bereitschaft, 56 davon wurden eingesetzt.“

Und nicht zu vergessen: Es gab 52 Brandsicherheitswachen beim Karneval, bei Kirmesumzügen, Felgenfest, Traktor-Pulling und bei Laternenumzügen. Zusammen mit Ausbildungsstunden und allgemeinem Feuerwehrdienst konnte der Stadtbrandmeister auf 54 420 Dienststunden verweisen. „Rechnen wir dafür nur den Mindestlohn an, wären 462.570 Euro auf die Stadt zukommen“, bemerkte Hilpert. Im Weiteren berichteten Stadtjugendfeuerwehrwart Andreas Wieneke noch von dem vielfältigen Geschehen und Veranstaltungen in den 16 Jugendwehren (149 Mitglieder) und sieben Kinderfeuerwehren (68 Mitglieder), in denen die Nachwuchsarbeit geleistet wird. Stadtbrandschutzerzieher Bernhard Frerichs merkte an, dass seine sieben Mitstreiter „Feuerwehr zum Anfassen“ bieten würden. Insgesamt 22 Gruppen mit insgesamt 412 Teilnehmern, darunter Schulklassen und Kindergärten wurden aufgesucht, um über die Feuerwehr zu berichten und Präventionsmaßnahmen vorzustellen.

Lob und Anerkennung gab es nicht nur von Bürgermeister Harald Krüger, sondern auch vom Leiter der Polizeistation Hessisch Oldendorf, Wolfgang Römer. Er fand es bemerkenswert, wie schnell die freiwilligen Einsatzkräfte im Ernstfall vor Ort seien, um Hilfe zu leisten. Die Zusammenarbeit, auch und gerade bei zahlreichen Großveranstaltungen bezeichnete der Erste Polizeihauptkommissar als sehr gut. Bürgermeister Krüger stellte heraus, wie vielfältig die Herausforderungen seien, denen sich die Wehren im Stadtgebiet stellen müssen. Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke lobte in seinen Grußworten unter anderem dem Einsatz bei der Flüchtlingshilfe. Für ihre besonderen Verdienste um die Feuerwehrarbeit in Hessisch Oldendorf zeichnete der Kreisbrandmeister Hauptbrandmeister Thomas Zacher als stellvertretenden Ortsbrandmeister in Hessisch Oldendorf, Brandmeister Tobias Ebbighausen als Stadtpressewart und Hauptfeuerwehrmann Jürgen Reichert als Stadtzeugwart mit der Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen in Bronze aus. tis



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