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Nachtwerte pendeln zwischen vier und acht Grad / Oktober zu kühl und zu nass, aber recht sonnig

Ungemütliches Herbstwetter steht bevor

Landkreis. Am Rande eines umfangreichen Hochsüber dem Nordatlantik gerät Norddeutschland im Wochenverlauf zunehmend in eine Nordwestströmung. Eingelagerte Tiefausläufer führen mal mildere und mal kühlere Meeresluft heran. So überwiegt bis Freitag ein wolkenverhangener Himmel, und bei einem zeitweise starken Westwind fällt immer wiederRegen. Dabei hat die Sonne leider nur eine Statistenrolle. Die Tagestemperaturen pendeln zwischen acht und zehn, die Nachtwerte zwischen vier und acht Grad. Am Wochenende könnte uns ein skandinavisches Sturmtief einen ersten Vorgeschmack auf den Winter bringen.

veröffentlicht am 05.11.2007 um 00:00 Uhr

Ein seltenes Ereignis am Abendhimmel hat Martin Banser aus Meerb

Autor:

Reinhard Zakrzewski

Der Oktober zeigte sich wie erhofft von seiner goldenen Seite. Ursache waren stabile Hochgebiete, die uns die Tiefs weitgehend vom Leibe hielten. So konnte die Sonne im Schaumburger Land mit rund 140 Stunden gut ein Drittel häufiger lachen als üblich. Ebenso bemerkenswert: Durch die vielen Vorstöße polarer Kaltluft war der Oktober als zweiter Monat in Folge geringfügig um 0,7 Grad zu kalt. Wärmster Tag war allgemein der 15. Oktober, an dem Bückeburg ein Maximum von 18,1 Grad meldete. Das Monatsminimum wurde es hier am Morgen des 20. Oktober mit minus 1,3 Grad gemessen. Nachtfrost gab es in den Niederungen an zwei Tagen. Trotz der vielen Sonne endete der Oktober wiederum viel zu nass. Bückeburg verbuchte 52 Liter Regen/m², 22 Prozent mehr als im vieljährigen Mittel (1961-90). Ohne den Dauerregen vom 29. Oktober, der durch eine nur sehr langsam nach Südosten durchziehende Kaltfront mit mehreren Wellentiefs verursacht wurde, wäre der Monat allerdings zu trocken ausgefallen. Binnen 24 Stunden gingen über dem Schaumburger Land um die 25 Liter Wasser/m² nieder und damit mehr als die Hälfte der normalen Monatssumme. Der November ist als traurig-trüber und nasser Nebelmonat verrufen. Statistisch gesehen ist diese Einschätzung auch weitgehend richtig. So belegt der Monat in Sachen Nebel mit durchschnittlich acht Tagen - nach dem Oktober - den zweiten Platz im Reigen der Monate. Traurig stimmt auch das Verhalten der Sonne, die im November nicht mal halb so viel scheint wie im Oktober (50 zu 104 Stunden). Unerwartet unauffällig sind dagegen die Niederschlagsmengen und die Anzahl von neun Regen- oder Schneefalltagen. Hinsichtlich der Temperaturen ist der November der Übergang zum Winter. Während in der ersten Monatshälfte 15 Grad noch allemal drin sind, kann die zweite Hälfte mit deutlich unter minus fünf Grad schon richtig winterlich werden. Sieben Frosttage und ein Tag mit Dauerfrost (Eistag) gelten für die Niederungen des Schaumburger Landes als normal. Reich gesegnet ist der November mit Bauernregeln, die in ihrer Mehrzahl auf den bevorstehenden Winter hinweisen. So etwa: "Friert im November zeitig das Wasser, wird's im Januar um so nasser", oder "Ist Martini (11. November) trüb und feucht, wird gewiss der Winter leicht." Hintergrund ist die Erfahrung, dass ein früh einziehender Winter nicht lange durchhält und dann die Kernmonate Januar und Februar durch die Zufuhr milder Atlantikluft oft ins Wasser fallen.



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