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Beim vierten Versteigerungstermin werden nur noch 55 000 Euro geboten / Jetzt hängt alles von der Eigentümerin ab

Unendliche Geschichte "Altstadtkeller" vor dem Abschluss?

Bückeburg (rc). Die fast schon unendliche Geschichte des Hotel-Restaurants "Altstadtkeller" könnte bald ein Ende haben. Beim mittlerweile vierten Versteigerungstermin vor dem Bückeburger Amtsgericht bot der derzeitige Pächter für das Gebäude 55 000 Euro. Der Zuschlag wurde - noch - nicht erteilt, da das Gebot unter der Drei-Zehntel-Grenze des Verkehrswertes von 282 000 Euro liegt und damit ein Zuschlag sittenwidrig wäre.

veröffentlicht am 24.01.2008 um 00:00 Uhr

Während das Gericht und der Vertreter der Hauptgläubigerbank, der Sparkasse Schaumburg, andeuten, dass sie dem Gebot dennoch zustimmen könnten, hängt nun alles von der Eigentümerin ab. Sie muss dem Zuschlag zustimmen. Das Problem: Die Dame wohnt inÖsterreich. Da es Schwierigkeiten mit der Zustellung der entsprechenden Urkunde geben könnte und nicht sicher ist, ob die Urkunde überhaupt abgeholt wird, wird das Amtsgericht erst am 3. April verkünden, ob der Vertreter des Pächters und Mit-Geschäftsführers des Altstadtkellers, Riad Barakat, den Zuschlag erhält. Er war übrigens der einzige, der ein Gebot abgab. Das Versteigerungsverfahren läuft bereits seit 2002. Ob dort wieder ein Hotel-Restaurant eröffnet wird, sollte ihm der Zuschlag erteilt werden, ließ Barakat gegenüber unserer Zeitung offen. "Mal schauen, vielleicht wird auch ein Wohnhaus daraus gemacht." Bereits in den früheren Versteigerungsverfahren war offensichtlich geworden, dass ein erheblicher Renovierungs- und Sanierungsstau in dem um das Jahr 1608 errichteten Gebäude an der Bückeburger Trompeterstraße besteht. Die Eigentümerin hatte sich nach Auskunft Barakats trotz mehrmaliger Aufforderungen nicht um anstehende Reparaturen gekümmert. Insgesamt lasten auf dem Grundstück Schulden in Höhe von 283 000 Euro, zuzüglich entstandener Gerichtskosten und aufgelaufender Grundsteuern in Höhe von zusammen 8000 Euro.

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