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Anni Spier und Roswitha Zagorc arbeiten seit 20 Jahren bei der "Aktion Tonband-Zeitung"

Uneigennützigkeit verdient Anerkennung

Bückeburg (bus). In der Bückeburger Redaktion der "Aktion Tonband-Zeitung für Blinde" (ATZ) sind zwei langjährige Mitarbeiterinnen ausgezeichnet worden. Anni Spier und Roswitha Zagorc gehören dem Team, das Blinde und Sehbehinderte des Landkreises mit akustischen Nachrichten versorgt, seit mehr als 20 Jahren an. Ulrich Harste (Paritätischer Schaumburg) und Werner Lange (Bezirksgruppe Schaumburg des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Niedersachsen) würdigten die Verdienste der Jubilarinnen und überreichten Blumensträuße.

veröffentlicht am 22.02.2008 um 00:00 Uhr

Anni Spier (vierte von rechts) und Roswitha Zagorc (dritte von l

Harste und Lange stellten das ehrenamtliche Engagement und die Zuverlässigkeit von Spier und Zagorc heraus. "Ihre uneigennützige Einstellung verdient in der heutigen Zeit besonders große Anerkennung", sagte Harste, der sein Lob auf die gesamte Redaktionsmannschaft münzte. Die Gruppe komplettieren Gisela Dohmann, Annegret Meyer, Sabine Nett, Rosemarie Schroeter, Käthe-Marianne Semblat und Gitta Thier. "Wir kümmern uns vor allen Dingen um die Versorgung unserer Kundschaft mit lokalen Berichten", erläuterte das Team. "Viele alleinstehende Blinde und Sehbehinderte, die niemanden zum Vorlesen haben, wären ohne das Angebot vom öffentlichen Geschehen abgeschnitten", verdeutlichte Lange. An der Auswahl der einmal pro Woche auf Tonträger gesprochenen Artikel sind, reihum im wöchentlichen Wechsel, alle Sprecherinnen beteiligt. Das sorgt trotz der aufs Lokale ausgerichteten Grundtendenz für Abwechslung und unterschiedliche Schwerpunkte. Vorgelesen werden die Neuigkeiten in einem kleinen Studio im Haus des Paritätischen an der Dammstraße jeweils Dienstags in der Zeit von 13.30 bis 16.30 Uhr. Für die 1972 in Holzminden gegründete ATZ sind gegenwärtig etwa 400 Personen im Einsatz. Jede Woche verlassen mehrere Tausend Kassetten und CDs das Holzmindener Kopierstudio. Den Hörern stehen 75 "Programme" zur Auswahl. 2007 wurden Tonträger mit einer Programmdauer von annähernd 280 000 Stunden verschickt. Gegenwärtig zeichnet sich ein Wechsel vom etwas unkomfortablen Format "Tonband" zu zeitgemäßen Medien ab, die ein "Blättern" ähnlich wie in der Tageszeitung ermöglichen. Weitere Details weiß Christa Widdel vom Sozialverband "Paritätischer": (0 57 22) 9 52 20.



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