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2:4-Heimpleite gegen den SV Wilhelmshaven II kann vor dem Pokalhit am Dienstag nur eine Trotzreaktion hervorrufen

Und morgen kommt der VfL Osnabrück ins Jahnstadion

Niedersachsenliga (ku). Zwei Tage vor dem Höhepunkt der Saison patzten die Bückeburger erneut bei der Pflichtaufgabe, verloren das Heimspiel gegen Wilhelmshaven II nicht einmal unverdient mit 2:4.

veröffentlicht am 02.10.2006 um 00:00 Uhr

Beweglich aber ohne Schussglück: Manuel Stahlhut (r.) blieb gege

Dabei liefen sie zweimal einem Rückstand hinterher, holten auf, mussten am Ende aber wieder zu vielen individuellen Fehlern Tribut zollen und kassierten beim Stande von 2:2 die beiden vermeidbaren, letztendlich entscheidenden Treffer. Wilhelmshaven war mit OrhanÖzkaya und Sebastian Woitjek mit zwei Akteuren aus dem Regionalligakader angetreten, kochte aber ansonsten auch nur mit Wasser. Die Gäste machten den Druck meist über die rechte Seite, Stefan Conrad brillierte mit starken Hereingaben. In der 12. Minute konnte Sebastian Woitjek sie zum 1:0 für die Gäste verwerten. Das Spiel nun ein offener Schlagabtausch, die Bückeburger Youngster im Offensivblock mit frischen Angriffsfußball. Das 1:1 in der 44. Minute. Florim Mustafa leitete den Angriff ein, Björn Kriehn verlängerte mit seiner einzig erwähnenswerten Aktion den Ball auf Soner Aslan der sofort verwandelte. Aber die Gäste auch in der zweiten Runde mit dem besseren Start. Erneut das gleiche Strickmuster. Diesmal bereitete Denis Danso-Weidlich vor, Sebastian Woitjek vollstreckte. Aber nur fünf Minuten später war alles wieder im Lot. Ein Foul an Martin Prange blieb ungeahndet, zehn Meter weiter ein Foul an Florim Mustafa - Elfmeter. Torben Deppe schnappte sich die Kugel und verwandelte frech und bombensicher. Danach schien der VfL wieder im Spiel, die 76. Minute brachte aber die Wende: Ein langer Freistoß von der rechten Seite, Orhan Özkaja, nicht gerade ein Riese, köpfte freistehend ein - 3:2 für den SV. Treffer Nummer 4 in der 80. Minute. Denis Danso-Weidlich, bislang klar "Mister Chancentod" im Wilhelmshavener Team konnte nach fünf erfolglosen Versuchen das letztendlich verdiente 4:2 überdie Linie bringen. VfL: Engler, Könemann (15. Kriehn), Prange, Thom, Stahlhut, Aslan (65. Bremer), Tarak, Deppe, Hafke (80. Kramer), Steininger, Mustafa. VfL-Trainer Timo Nottebrock wäre natürlich lieber mit zwei Siegen im Rücken in den Saisonhöhepunkt am Dienstag gegangen. Der VfL Osnabrück ist natürlich ein ganz dicker Brocken, erreichte in den letzen drei Jahren dreimal die DFB-Hauptrunde und spielte so satte 1,5 Millionen Euro in die Vereinskasse. Für Trainer "Pele" Wollitz ist es klar, dass diese Serie weiter gehen soll. "Der Weg in die Hauptrunde geht nun einmal über den NFV-Pokal." Wollitz ließ den VfL zweimal beobachten, zeigte sich gut informiert und warnt sein Team nachdrücklich davor "den scheinbar kleinen Gegner zu unterschätzen." Osnabrück tanzt auf zwei Hochzeiten. Parallel zum NFV-Pokal kommt es am 25. Oktober im DFB-Pokal zum Duell mit Borussia Mönchengladbach. Für Timo Nottebrock ist die Ausgangsposition klar: "Wir sehen dieses Spiel als Zusatzbonbon. Das hat sich die Mannschaft durch tolle Auftritte im Pokal verdient. Wir sind elf Pokalspiele in Folge als Sieger vom Platz gegangen und werden natürlich gegen einen übermächtigen Gegner alles geben. "

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