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Landrat erörtert Klinikum-Neubau beim CDU-Grünkohlessen

Und er wird doch emotional . . .

Kirchhorsten (svb). Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier hat den CDU-Mitgliedern des Samtgemeindeverbands Nienstädt beim Grünkohl-Essen im Restaurant „Alter Krug“ in Kirchhorsten das Konzept des Klinikum-Neubaues in Obernkirchen, Ortsteil Vehlen, näher gebracht.

veröffentlicht am 26.02.2011 um 00:00 Uhr

Schöttelndreier kündigte zu Beginn an, das teils heftig umstrittene Projekt „emotionslos“ zu referieren, was ihm aber nicht zur Gänze gelang. Von Anfang an merkten die anwesenden Zuhörer dem in wenigen Tagen aus dem Amt scheidenden Landrat an, dass ihm der Neubau des Klinikums Schaumburg bis zuletzt sehr am Herzen liegt.

Das Gros der Kritik betrifft nach wie vor die Wahl des Grundstücks für den Neubau in Vehlen. Von politischen Gegnern wegen der Nähe zur Aue als „Sumpfklinik“ bezeichnet, erinnerte Schöttelndreier daran, dass der neue Standort vom Kreistag „einstimmig beschlossen“ wurde. „Mit den Stimmen der Grünen“, wie er betonte. Gegenstimmen seien erst später laut geworden.

In über 40, teilweise öffentlichen Sitzungen habe sich der Kreistag über den Standort geeinigt. Den Widerstand der Anwohner Vehlens und Ahnsens versteht Schöttelndreier fast als „Zeitgeist“, nach dem Motto: „Ich bin für Windräder, aber nicht vor meiner Tür.“

Schlage man drei Kreise mit jeweils einem Radius von 8,31 Kilometern um die Krankenhäuser Stadthagen, Rinteln und Bückeburg, ergebe sich eine Schnittstelle im „Suchraum Obernkirchen“. Die Vorbelastungen des Bergbaus schränken das Gebiet zusätzlich ein. 105 000 Menschen, also zwei Drittel der Schaumburger Bevölkerung, wohnen in einem Umkreis von zehn Kilometern zu dem geplanten Standort.

Viel Wert legte der Landrat bei seinen Ausführungen auf die Aufwertung des neuen Klinikums zu einem „Schwerpunktversorger“. Auf eine Handreichung konnten die Zuhörer verfolgen, welche zusätzlichen medizinischen Bereiche demnächst in unmittelbarer Nähe abgedeckt werden sollen. Neurologie und Geriatrie sind nur zwei davon. Herzpatienten zum Beispiel müssten bisher nach Bad Oeynhausen transportiert werden, so Schöttelndreier, weil die drei Schaumburger Krankenhäuser nur „Grund- und Regelversorger“ sind.

Kreistagsmitglied Petra Ritter sagte, dass konstruktive Kritik immer angebracht sei, man jedoch niemals so argumentieren sollte, dass ein Projekt scheitert. Karlheinz Volksdorf, Vorsitzender des Samtgemeindeverbandes, sieht den Klinikum-Neubau in Vehlen für Nienstädt positiv.



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