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Neues Jugendparlament: Satzung steht

Und die Kandidaten?

Samtgemeinde Nenndorf (tes). Der Jugendausschuss der Samtgemeinde Nenndorf hat eine Satzung für das geplante Jugendparlament auf den Weg gebracht. "Lange ersehnt und letztlich durch den Druck der Jugendlichen" rücke diese Meinungsvertretung für junge Bürger damit in greifbare Nähe, sagte die Vorsitzende Rita Loewa im Feuerwehrgerätehaus Horsten.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 15:46 Uhr

Den Gründungsbeschluss sah die SPD-Ratsfrau als "Anhaltspunkt" für die jungen Parlamentarier: "Wir stellen das Gerüst zur Verfügung." Die Aufstellung einer Geschäftsordnung wurde auf Antrag von Erwin Biener (CDU) in die Hände des künftigen Jugendparlaments übergeben. Die Verwaltung solle dann prüfen, ob diese gesetzeskonform ist. Ein Dank für Vorarbeiten ging stellvertretend an den Sprecher der Jusos Schaumburg, Dennis Grages. Das Jugendparlament arbeitet unabhängig von Parteien und ist offen für Bewerber im Alter von 14 bis 18 Jahren. Ziel eines Jugendparlaments ist es laut Loewa, vorhandenem Engagement eine Struktur zu geben. Die Mitglieder sollen sichöffentlich für die Belange der Jugend in Nenndorf einsetzen und deren Wünsche, Kritik und Fragen in die kommunalpolitische Diskussion einbringen. Jugendliche haben so die Möglichkeit, an der politischen Willensbildung zu partizipieren. Auf Zustimmung im Jugendausschuss stieß der Vorschlag von Birgit Richter, wonach das Jugendparlament zu allen Fragen Stellung nehmen darf. Konform zum Behindertenbeirat sollen zwei Vertreter zu den Jugend- und weiteren relevanten Ausschusssitzungen eingeladen werden. "Wichtig ist, Bewerber zu finden. Der Rest ist Formaliensache", warnte Juso Grages davor, die Jugendlichen mit zu viel Bürokratie abzuschrecken. Bieners Frage, ob Interesse auf breiterer Basis "außerhalb der Jusos" besteht, könne selbst ein Meinungsforschungsinstitut nicht beantworten, so Verwaltungschef Bernd Reese. Die Ideengeber unter den Jusos seien aber ohnehin alle zu alt, um sich aufstellen zu lassen, entgegnete Udo Husmann (SPD) und riet: "Wir müssen in Schulen und Vereinen werben." Auch Reese warb bei der Kandidatensuche für eine "breit angelegte" Aktion. Jugendparlamente seien bisher eher in größeren Einheiten vorhanden, sagte der Samtgemeindebürgermeister, "aber wir sind eine wachsende Region". In den Nachbarstädten gebe es unterschiedliche Reaktionen. "Es liegt an den jungen Parlamentariern, wie diese sich präsentieren", so Reese.

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