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Verwaltungsausschuss einstimmig gegen Verlegung ins Dorfgemeinschaftshaus / Umbaukosten von 130 000 Euro

Umzug zu teuer: Krippengruppe bleibt im Kindergarten

Steinbergen (clb). Schockiert und enttäuscht ist Martina Meyer als Leiterin des evangelischen Kindergartens Steinbergen über den Beschluss des Rintelner Verwaltungsausschusses (VA), die Krippengruppe doch nicht in das Dorfgemeinschaftshaus zu verlegen. Die Kirchengemeinde Steinbergen hatte sich als Träger gewünscht, mit der Gruppe in das Nachbarhaus umzuziehen, dessen räumliche Bedingungen wesentlich besser sind als die des Kindergartens. Erste Planungen waren zuvor bereits in die Wege geleitet worden: Die zuständigen Behörden wurden informiert, ein Grundriss erstellt und auch das Landesjugendamt hatte dem Vorhaben bereits zugestimmt. Jetzt hat sich der VA doch gegen den Umzug ausgesprochen.

veröffentlicht am 09.01.2008 um 00:00 Uhr

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Nach einem Ortstermin im November vergangenen Jahres, bei dem neben Martina Meyer und Pastor Stephan Strottmann die Mitglieder des Verwaltungsausschusses sowie Erster Stadtrat Jörg Schröder anwesend waren, um sich die bisherigen Krippenräume im Kindergarten sowie die leerstehende Wohnung im ersten Stock des Dorfgemeinschaftshauses anzuschauen, fiel die Entscheidung. Stadtrat Schröder begründet: Vor dem Hintergrund des finanziellen Aufwandes (ein Umbau des Obergeschosses würde insgesamt 130 000 Euro kosten) und der Tatsache, dass die Kinder auch jetzt gut untergebracht sind, sehe man keine Notwendigkeit für einen Umzug. Ohnehin eigne sich eine obere Etage mit Treppenstufen nicht für Kinder im Krippenalter. Trotzdem, so verspricht es der Erste Stadtrat, werden Verwaltung und GVS weiterhin städtische Gebäude für die mögliche Unterbringung von Krippengruppen prüfen. Der ablehnende Beschluss ist für Martina Meyer nicht nachvollziehbar. "Wir haben schon fest mit dem Umzug gerechnet und gedanklich schon alles eingerichtet", sagt sie, die Enttäuschung ist ihr deutlich anzumerken. Im Dorfgemeinschaftshaus seien außerdem die Rahmenbedingungen für die Krippengruppe wesentlich besser als im Kindergarten, wo zum Beispiel ein separater Schlafraum fehle und auch die Küche sich an unpassender Stelle befinde, da man jedesmal durch den Gemeinschaftsraum gehen müsse, um sie zu erreichen. Auch das Argument, dass sich Räume im Obergeschoss nicht eignen, da Treppen zu steigen sind, lässt Martina Meyer nicht gelten: "Das ist bei Krippen absolut kein Hinderungsgrund." Im Gegenteil: Krippeneinrichtungen würden sich sogar häufig in oberen Etagen befinden, damit die Kinder das Treppensteigen lernen. Deshalb habe man auch extra kleine Podeste angeschafft, um die Kleinen an Stufen zu gewöhnen. Nun will die Gemeinde weiter die Augen nach geeigneten Räumen offen halten, was sich jedoch schwerer erweist, als zunächst angenommen: Denn kaum ein anderes Gebäude weist die gewünschten Rahmenbedingungen auf.



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