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Initiative "WIR" begegnet der Zukunft - im Dörfchen Jühnde

"Umstellen auf erneuerbare Energien spart und verdient Geld"

Bückeburg. Umwelt und Energie sind Themen der Zukunft - und Thema im Wahlprogramm der Wahlgruppierung "WIR für Bückeburg".

veröffentlicht am 25.08.2006 um 00:00 Uhr

Alternative Energien, im besonderen erneuerbare Energie aus nachwachsenden Rohstoffen, sind Innovationen der Zukunft. Aus Interesse an dieser Zukunft war WIR für Bückeburg in dem Bioenergiedorf Jühnde bei Göttingen und hat sich informiert, wie aus Biomasse (Weizen, Mais und Sonnenblumen) Strom erzeugt wird. Ein Rundgang über das Gelände der Biogasanlage mit ihren beiden Kuppeldächern und den metallisch glänzenden Schornsteinen mutet futuristisch an. Mit dieser Anlage versorgt sich das niedersächsische Dorf Jühnde - als erster Ort in Deutschland - selbst mit Elektrizität und Wärme aus nachwachsenden Rohstoffen. Vier Millionen Kilowattstunden Strom werden erzeugt, das ist doppelt so viel, wie das Dorf verbraucht. Da dieser Strom in das regionale Netz eingespeist wird, erhält die Genossenschaft 17 Cent pro Kilowattstunde, also 680 000 Euro. Dazu kommen die Einnahmen in Höhe von rund 300 000 Euro pro Jahr von den Wärmekunden. WIR-Fazit: "Mit der Umstellung auf erneuerbare Energien kann man Geld verdienen und Geld sparen." Die Dorfbewohner sparen nämlich auch Heizkosten: im Vergleich zu einem Durchschnittshaushalt, der 3000 Liter Heizöl verbraucht, etwa 750 Euro im Jahr. "Sicherlich ist das Konzept nicht im Maßstab 1:1 auf eine Stadt wie Bückeburg umzusetzen", räumt WIR in einer Pressemitteilung ein. Aber vor dem Hintergrund der immer weiter steigenden Öl- und Gaspreise müsse es ein Anstoß für eine kommunale Energiewende in Bückeburg sein. Mit dem jetzigen Ölpreis sei vermutlich noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. "Zur Zeit befindet sich nicht eine Solarzelle auf den Dächern städtischer Gebäude", sagt WIR für Bückeburg und will das ändern. Investitionen in erneuerbare Energien seien Investitionen in die Zukunft. Und dass sich diese lohnen , könne man am Modell Jühnde nachvollziehen. Da, wo andere politische Gruppierungen der Stadt "Geschaffenes erhalten" und "Brauchtum pflegen" wollten, möchte WIR Schritt für Schritt mit alternativen Energien in die Zukunft gehen: raus aus der Abhängigkeit der Energiekonzerne, hin zu einem energiepolitischen Konzept mit alternativen Energien für alle kommunalen Gebäude und Betriebe und viele private Haushalte. WIR: "Das würde Arbeitsplätze schaffen und viel Geld sparen."

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