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Dorferneuerung Rolfshagen: Zahlreiche Maßnahmen mit Kosten im sechsstelligen Bereich / Erster Spatenstich erst 2010

Umgestaltung des Dorfmittelpunkts hat oberste Priorität

Rolfshagen (la). Der Arbeitskreis Dorferneuerung hat, in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Matthias Reinold, schnelle und gute Vorarbeit geleistet. Die Pläne und die ersten groben Kostenaufstellungen sind fertiggestellt. "Pro Maßnahme sind es immer sechsstellige Summen und daher muss die Umsetzung der Dorferneuerung mit Augenmaß geplant werden", sagte Matthias Reinold während der jüngsten Sitzung des Arbeitskreises im Gasthaus "Zum Kühlen Grund".

veröffentlicht am 17.11.2008 um 00:00 Uhr

So könnte der Dorfmittelpunkt bis 2013 umgestaltet werden.

Schließlich müsse die Gemeinde Auetal jedes Projekt mitfinanzieren, 50 Prozent der Kosten tragen. "Es muss nicht alles auf einmal umgebaut werden. Die Mittel für die Dorferneuerung fließen bis 2013, also kein Grund zur Eile", meinte Reinold. Wichtig sei es mit Fingerspitzengefühl vorzugehen, damit das gesamte Projekt finanzierbar sei und von den Bürgern akzeptiert würde. Eine Prioritätenliste soll dabei helfen. "Wir haben drei Schwerpunkte erarbeitet", resümierte Reinold und nannte die Umgestaltung des Dorfmittelpunktes - also den Bereich rund um die ehemalige Schule, den Bereich Multifunktionsplatz und die Kirche mit ihrem Umfeld, sowie die dazugehörigen Straßenverbindungen. Schnell waren sich die Arbeitskreismitglieder einig, dass der Dorfmittelpunkt oberste Priorität haben muss. Der Schulhof und die Parkflächen neben dem Gebäude müssen umgestaltet werden und die Einfahrt in die Kirchstraße. Grünflächen, Sitzplätze und neue Stellplätze für Autos sollen geschaffen werden. Der Dorfmittelpunkt soll zu einem sozialen und kulturellen Zentrum werden. Platz zwei auf der Prioritätenliste bekam der Multifunktionsplatz. "Hier hat ,Rolfshagen Aktiv' das Feld bereits bestellt, da müssen wir einfach weitermachen", sagte Reinold. Gegenüber dem Freibad ist ein Wohnmobilparkplatz geplant und auch die Parkplätze sollen umgestaltet werden. Der dritte große Platz, der im Rahmen der Dorferneuerung umgestaltet werden soll, ist der Bereich vor der Kirche. Auch hier sollen Sitzgelegenheit und neue Stellplätze für Autos geschaffen, die Straße gepflastert und Bäume gepflanzt werden. Im vierten Schritt sollen dann die Straßenverbindungen verändert werden. Versiegelte Flächen in den Seitenstreifen sollen aufgebrochen und durch eine neue Anordnung der Parkplätze und Bäume und Sträucher aufgelockert werden. So zum Beispiel an der Rolfshagener und an der Napoleonstraße. Natürlich stehen auch Wanderwege und deren Beschilderung, die Veränderung des Friedhofes in einen "Naturpark" und neue Buswartehäuschen im Plan der Dorferneuerer. "Zum Beispiel für die Buswartehäuschen könnten Mittel vom Landkreis fließen. Dann könnten wir bei den Dorferneuerungsmitteln etwas sparen und andere Projekte realisieren", informierte Reinold, der versprach, alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Aber versprechen, dass alles wie geplant umgesetzt wird, konnte Reinold nicht. "Wir müssen abwarten, was der Gemeinderat und schließlich Hannover genehmigen", so Reinold. Auch gab er zu bedenken, dass die Rolfshagener Straße eine Kreisstraße ist und der Landkreis unter Umständen nicht jeder Veränderung zustimmt. Jetzt müssen die politischen Gremien der Gemeinde Auetal über die Projekte beraten und der Rat im März 2009 einen Beschluss fassen. Dann können die Finanzmittel in Hannover beantragt werden und wenn alles gut geht, kann 2010 der erste Spatenstich am Dorfmittelpunkt vollzogen werden. Das Engagement des Arbeitskreises ist aber mit der Planerstellung nicht beendet. "Im Januar wollen wir eine Informationsveranstaltung für Privatleute organisieren, die Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung planen", erklärte Ortsvorsteher Rüdiger Teich. Außerdem erstellt der Arbeitskreis derzeit eine Homepage, auf der die Rolfshäger unter anderem über die Dorferneuerung informiert werden sollen.



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