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Gute Innendämmung vermeidet Feuchtigkeitsschwankungen

veröffentlicht am 15.03.2012 um 18:07 Uhr

Dem Schimmel auf der Spur

Schimmelsporen sind überall in deutschen Wohnungen. Das ist kein Problem, der menschliche Körper ist darauf eingerichtet. Kritisch wird es, wenn sich Schimmelpilze massenhaft vermehren.

Atemwegsbeschwerden, Asthma, Allergien und Infektionen können die Folge sein. Gerade Kleinkinder oder alte und kranke Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind besonders gefährdet. Mit verschiedenen Maßnahmen kann man jedoch den unliebsamen Mitbewohnern die Lebensgrundlage entziehen. Über besonders viele positive Eigenschaften verfügen in dieser Hinsicht Naturbaustoffe.

Schimmel vermehrt sich überall dort, wo es dauerhaft feucht ist, etwa in schlecht gedämmten Zimmerecken, hinter Schränken oder in Heizkörpernischen. Hier schlägt sich in der kalten Jahreszeit die in der Raumluft enthaltene Feuchtigkeit nieder und bildet damit den idealen Nährboden für Schimmel. Schimmelentferner, die häufig selbst giftige Stoffe enthalten, lösen das Problem in der Regel nur kurzfristig.

Neben regelmäßigem Stoßlüften und ausreichendem Heizen verhindern solche Farben, Innenputze und Dämmstoffe, die Wasserdampf gut aufnehmen, verteilen und nach und nach wieder an die Raumluft abgeben können, dass sich Feuchtigkeit bildet. Moderne Innenputze und Wandfarben aus den Traditionsmaterialien Kalk und Lehm gelten hier als besonders erfolgreich und sehen gleichzeitig gut aus. Vor allem eine Wärmedämmung des Hauses kann den Schutz gegen Schimmel verbessern.

Werden zum Beispiel Dämmplatten aus Holzfasern auf der Außenwand montiert, sinkt nicht nur der Energieverbrauch, auch die Temperatur an der Innenseite der Wand steigt an, feuchte Luft kondensiert nicht mehr, und damit fehlt dem Schimmel die Lebensgrundlage. Kostengünstig wird die Dämmung, wenn sowieso ein neuer Anstrich oder Außenputz fällig ist.

Als Alternative kann eine sorgfältig vom Fachmann ausgeführte Innendämmung die gefährlichen schwarzen Schimmelflecken verhindern. Sie eignet sich auch für die Dämmung einzelner Wohnungen oder für Gebäude, bei denen die Fassade aus technischen oder optischen Gründen nicht gedämmt werden kann. Holzweichfaserplatten oder Dämmplatten aus mineralischen Rohstoffen wie Mineralschaum, Kalziumsilikat oder Perlit spielen hier ihre Vorteile aus. Sie dämmen gut, gleichen die Feuchtigkeitsschwankungen sehr gut aus und sorgen so für ein angenehmes Raumklima.

Unabhängige Vereinigungen wie zum Beispiel natureplus vergeben Qualitätsgarantieren für Naturbaustoffe. Die strengen Grundsätze werden regelmäßig an den technischen und wissenschaftlichen Fortschritt angepasst.



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