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UMD10/elektrischer Schlag

Fehlerstrom-Schutzschalter

veröffentlicht am 27.03.2010 um 06:54 Uhr

Schalten Sie Ihren Lebensretter ein

Im Neubau und bei grundlegenden Modernisierungen sind sie Pflicht: (FI-Schalter). Diese „Lebensretter“ schützen bereits, bevor ein Unglück geschieht, beispielsweise wenn ein Föhn vom Badewannenrand in das Wasser rutscht, informiert der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Die Ursachen für einen Stromschlag im Haus können vielfältig sein. Immer dann, wenn Wasser im Spiel ist, Leitungen, Isolierungen oder Geräte defekt sind, ist Gefahr gegeben. Die Folgen können dabei lebensbedrohlich sein: Muskelverkrampfung, Atemlähmung, Herzkammerflimmern bis hin zum Herzstillstand. Mit den sogenannten FI-Schaltern lassen sich diese Risiken minimieren. Das ist besonders wichtig, wenn Kinder im Haushalt sind.

Doch wie funktionieren FI-Schalter? Im Gegensatz zu althergebrachten Sicherungen, die nur auf Überlastung oder Kurzschluss reagieren, messen FI-Schalter, ob der Strom im Stromkreis ordnungsgemäß fließt. Dies geschieht, indem der Strom gemessen wird, der vom Verbraucher, beispielsweise einem Rasierapparat, in der Leitung zurückfließt. Ist dieser Strom zu gering, weiß der FI-Schalter in einem Bruchteil von Sekunden, dass ein Teil des Stroms den ordnungsgemäßen Leitungsweg verlassen und praktisch einen falschen Weg genommen hat, zum Beispiel durch den Körper eines Menschen. Der FI-Schalter schaltet dann den Stromkreis einfach blitzschnell ab.

In besonderen Bereichen wie Badezimmern sind FI-Schalter vorgeschrieben. Aber auch für Steckdosen in Kinderzimmern sowie für Steckdosen in anderen Bereichen der Wohnung und im Außenbereich sollten FI-Schalter laut Aussage des BDEW obligatorisch sein. Diese sind entweder direkt im Sicherungskasten installiert oder auch in den Steckdosen integriert. Für den Einbau ist der Elektrofachbetrieb Ansprechpartner.



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