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Ratssitzung mit pointierten Meinungsäußerungen zu Klosterkarree und Finanzlage der Stadt

"Um nicht den Begriff Erpressung zu gebrauchen"

Rinteln (wm) . Es war sicher der grüne Joop-Anzug von Gert Armin Neuhäuser, der den Ratsvorsitzenden Dr. Dietmar Nolting bei der jüngsten Sitzung des Rintelner Rates zu dem Satz inspirierte, "rein farblich" habe er sich ja schon der Fraktion angepasst, bei der er künftig Unterstützung finden werde.

veröffentlicht am 24.06.2008 um 00:00 Uhr

Gert Armin Neuhäuser nahm den Ball auf und fand einen Farbenvergleich für seinen Ratskollegen Klaus Wißmann, den SPD-Fraktionsvorsitzenden: Hätten die 120 Zuhörer der Bürgerversammlung zur Radwegeverlegung am Weseranger Tomaten in der Tasche gehabt, wäre Klaus Wißmann tatsächlich ein Roter geworden. Und die Ratsdiskussion hatte noch ein paar Bonmots mehr zu bieten: Klosterkarree-Projektentwickler Werner Muntau aus Gütersloh hatte schriftlich gegenüber Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz erklärt, er sehe das Einkaufszentrum in der Bahnhofstraße nicht als Konkurrenz zum Klosterkarree (wir berichteten). Ein Schreiben, dem Ursula Helmhold und Gert Armin Neuhäuser ("ein alberner Brief") nicht viel Bedeutung bemessen wollten: Das Schreiben sei kaum "aus freiem Willen" verfasst worden, "um nicht den Begriff Erpressung zu gebrauchen". Hintergrund: Muntau braucht ein Volksbankgrundstück für das Klosterkarree. Die Volksbank wiederum will an der Bahnhofstraße am neuen Einkaufszentrum neu bauen. Auch Paul-Egon Mense (FDP) ließ sich markige Sätze ins Protokoll schreiben. Mense zur Finanzsituation der Stadt: "Da schwillt mir doch der Kamm." Den meisten Ratsherren sei gar nicht bewusst, "was hier finanziell läuft". Ein Thema, dessen sich auch Ursula Helmhold noch annahm: Jeder werde sprachlos, wenn er konkret sagen solle, wo man sparen könnte. Ihr Vorschlag: Als bescheidenen Anfang könne man schon mal die 13 000 Euro einsparen, die dasüberflüssige Parkleitsystem Jahr für Jahr im Betrieb koste.



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