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Kandidat für Landtagsnominierung tritt Nachfolge von Bernd Reese an

Udo Husmann zum neuen Chef der Nenndorfer SPD gewählt

Kreuzriehe (tes). Der SPD-Samtgemeindeverband Nenndorf hat den kompletten Vorstand neu gewählt. Neuer Mann an der Spitze ist Udo Husmann. Die Zahl der Stellvertreter wurde auf drei erhöht durch Rita Loewa, Helga König und Ralph Tegtmeier.

veröffentlicht am 13.03.2007 um 00:00 Uhr

Udo Husmann (v.l.) und seine Stellvertreter Rita Loewa (Suthfeld

Die Sozialdemokraten demonstrierten mit den Referenten Ulf-Birger Franz und Karsten Becker Geschlossenheit mit der Bezirks- und Unterbezirksebene. Das Ziel für die Landtagswahl 2008 machten Husmann und Becker klar: "Die 166 000 Schaumburger müssen es schaffen, einen Wahlkreis zu holen". Denn Ziel Nummer zwei lautet: Weg mit der Wahlkreisreform. Wahlleiter Walter Spring insgut sprach bei der Mitgliederversammlung im Gasthaus Hattendorf von einem "sensationellen Wahlergebnis" für den Experten für Bildung und Soziales. Husmann, der zugleich Mitglied des Unterbezirksvorstandes und Kandidat für die Landtagsnominierung ist, habe in den vergangenen vier Monaten "gemerkt, wie viel Spaß und Arbeit diese Funktion macht." Der Hohnhorster war nach der Kommunalwahl und der Ernennung des bisherigen Vorsitzenden Bernd Reese zum Samtgemeindebürgermeister bereits kommissarisch in die Fußstapfen seines Vorgängers getreten. Husmann ist geschäftsführender pädagogischer Leiter des Bildungsvereins Hannover, Vater von fünf Kindern und Sprecher des Arbeitskreises Bildung im SPD-Unterbezirk. Der Ausgang der Kommunalwahl sei zufriedenstellend. Der Wahlkampf habe zwar das Parteiguthaben deutlich dezimiert, das Ergebnis überzeuge aber nicht zuletzt durch den Wahlsieg Reeses. "Wir haben von den Verlusten der CDU profitiert", so der neue Vorsitzende. Die Mitgliederzahl blieb mit 204 stabil. Den Kernvorstand, zu dem auch Kassierer Volker Busse und Schriftführer Matthias Kahle gehören, verstärken ab sofort sieben Beisitzer. "Breiter aufgestellt" werde die SPD laut Husmann zudem der für den 28. Juli angekündigten rechten Demonstration entgegen treten. Im Gegesatz zur Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) verfügen die Jusos noch nicht über einen offiziellen "Arbeitsgruppen"-Status. Der Grund: Es fehlt an weiblichen Mitgliedern. Nicht jedoch an Zielen und Projekten. So berichtete Dennis Grages vom geplanten Jugendparlament in der Samtgemeinde Nenndorf. Ferner beantragten die Jusos, der Unterbezirksvorstand möge prüfen, seinen Sitz von Rinteln nach Stadthagen zu verlegen. Einstimmig beschlossen wurde auch ein Antrag von Busse: Die Samtgemeindefraktion soll diskutieren, ob eine Sozialstaffel für die Gebühren der Kitas und künftigen Horte eingeführt werden kann. Sigmar Sandmann ging in seinem Bericht aus der Fraktion auf die "Dissonanzen" zur Erhöhung der Samtgemeindeumlage ein. Vordringliches Ziel sei es, in den Grundschulen Bad Nenndorf und Haste nachmittags Kinderbetreuung anzubieten: "Die Horte sind eine völlig neue Aufgabe für die Samtgemeinde." Dazu gehöre auch der Erhalt der Immobilien: Die Investitionen in die Schultoiletten und den Brandschutz seien dringend nötig. Das Feuerwehrwesen sei hingegen "gut ausgestattet". Horst Schlüter sah dies anders: "Sandmann hat mich nicht umgestimmt in meiner Haltung gegen die Erhöhung." Gastredner Karsten Becker, Vorsitzender des Stadtverbandes Stadthagen, verwies in seinem Bericht aus dem SPD-Unterbezirk "auf eine Kette von Entscheidungen zum Nachteil Schaumburgs", die eine dauerhafte strategische Schwächung des Kreises zur Folge hätten. Insbesondere die Wahlkreisreform müsse rückgängig gemacht werden, sagte Becker und stieß mit dieser Forderung auf ungeteilte Zustimmung. Mit diesem Plan will die SPD im Landtagswahlkampf die Wähler überzeugen. Für lokale Nominierte wie Husmann wird es laut Becker "in unserem bis zur Unkenntlichkeit zerstückelten Wahlkreis" ohnehin schwer, "weil wir als Schaumburger die Stimmenminderheit haben."



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