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Dorfgemeinschaft gibt zweiten historischen Kalender heraus / Gewinn geht in Uchtdorfer Projekte

Uchtdorfer Ortsgeschichte in 13 Motiven

Uchtdorf (who). Im letzten Jahr hatte die Dorfgemeinschaft Uchtdorf ein Experiment gewagt und einen Kalender mit historischen Motiven aus dem Taubenberg-Ort herausgegeben. Der Kalender kam gut an und wurde von den Uchtdorfern sehr positiv aufgenommen - das hat die Initiatoren dazu ermutigt, auch für das nächste Jahr einen Uchtdorfer Kalender herauszubringen.

veröffentlicht am 18.11.2008 um 00:00 Uhr

Schulausflug im Jahr 1915: Der Jägerhof an der Alten Kasseler La

Jetzt ist der Kalender mit zwölf Monatsmotiven und einem zusätzlichen Bild auf dem Deckblatt fertig. "Mit dem Gewinn aus dem Verkaufspreis von 18 Euro pro Stück sollen künftige Projekte der Dorfgemeinschaft gefördert werden", erklärt Angelika Requardt, Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, den gemeinnützigen Sinn. Wie auch im Vorjahr gibt der Dorfkalender einen Einblick in die Vergangenheit des dörflichen Lebens in Uchtdorf. Bilder von der Heuernte und von der Feldarbeit sind da zum Beispiel zu sehen - sie zeigen, wie viele Helfer in der Landwirtschaft noch bis in die sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts gebraucht wurden. Meist waren es Frauen, die den Bauern bei großen Einsätzen aushalfen, wenn viele Hände gebraucht wurden. Im Gegenzug dazu unterstützten die Bauern die Helferinnen mit Maschinen auf ihren eigenen kleinen Ackerstücken. Dass die harte Feldarbeit dabei oft nur mit bescheidenen Mitteln erledigt wurde, zeigt zum Beispiel ein Foto vom Landmann, der Milchkühe vor denPflug gespannt hat. Das war früher eine oft übliche Vorgehensweise in der Landwirtschaft. Wer wissen möchte, wie es im Ellerbruch noch in den zwanziger und dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts ausgesehen hat, findet Antwort darauf auf dem April-Kalenderblatt. Abgebildet sind dort zum Beispiel zwei Häuser, die inzwischen ersetzt worden sind. Die frühere Försterei am Taubenberg - im Kalender steht die ehemalige Försterfamilie davor - gibt es zwar immer noch, aber sie hat durch den technischen Fortschritt, der auch vor der Forstwirtschaft nicht Halt gemacht hat, inzwischen ausgedient. Ebenso ist das frühere Haus Drewes auf dem Kösterbrink längst Bestandteil der Geschichte: An der Stelle des für die Taubenberg-Dörfer typischen Fachwerkbaus steht heute das Klinkergebäude der Familie Krüger. Weit zurück reicht auch die Aufnahme vor dem Jägerhof an der Kasseler Landstraße. Damals stand auch dort noch ein Fachwerkbau, vor dem Schulkinder während eines Ausflugs im Jahr 1915 posieren. Für den Anbruch der modernen Zeiten steht die "Badeanstalt" am Gasthaus Hupengrund, die bis weit in die sechziger Jahre hinein die sommerliche Attraktion für die Uchtdorfer Dorfjugend darstellte. "Ob wir im kommenden Jahr wieder einen Kalender machen werden, ist noch offen", so die Dorfgemeinschafts-Vorsitzende Requardt. Genügend historische Fotos seien jedenfalls verfügbar, "weil die Uchtdorfer uns reichlich Material zur Verfügung gestellt haben". Erhältlich ist der Kalender mit Uchtdorfer Motiven bei Angelika Requardt, (05751) 46337, oder Rolf Wallenstein, (05751) 42240, vom Vorstand der Dorfgemeinschaft.

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