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Kunstrasenplatz wäre förderlich für das Training / Renovierung der Sporthallen engt Spielraum vorübergehend ein

TuS Westfälische Eiche ehrt Mitglieder

LÜGDE. „Wozu ist denn ein Kunstrasenplatz gut?“ Diese Frage stellte Konrad Schlieker auf der Jahreshauptversammlung des Lügder TuS „Westfälische Eiche“ in den Raum.

veröffentlicht am 22.02.2018 um 00:00 Uhr

Die langjährigen Mitglieder vom Lügder TuS Westfälische Eiche. FOTO: YT

Autor:

Karl-Hermann Schmitt

Zumal ihm auch kein hochklassiger Club in Erinnerung sei, der mit einem solchen Platz renommiere. Der Vorsitzende Karl Hasse, der das Thema angeschnitten hatte, verwies auf den Konkurrenzkampf. „In den meisten anderen Kommunen gibt es einen solchen Platz, auf dem die Vereine vernünftig trainieren können.“ Das gehe eben nicht auf den normalen Rasenplätzen in der Zeit von Oktober bis März. „Da sind die Plätze bestenfalls gefroren und schlimmstenfalls so aufgeweicht, dass man mit einer Trainingseinheit den Platz komplett umpflügen würde“, erläuterte er. „Auch die großen Vereine haben solche Plätze zum Trainieren, zudem steht ihnen auch eine ganze Reihe von normalen Plätzen zur Verfügung.“ Idealerweise mit Fußbodenheizung, sodass die Plätze bei den Spielen recht gute Bedingungen aufweisen. Allerdings gestand Hasse auch ein, dass eine halbe Million Euro schon eine recht stattliche Summe darstelle für einen Fußballplatz. „Was uns alle aber irritiert hat: Wir mussten immer wieder nachfragen und nachhaken, um überhaupt einmal nur die Antwort aus dem Rathaus zu bekommen, dass der Antrag eingegangen ist“, verurteilte Hasse den Umgang der Verwaltung und der Politiker mit dem Stadtsportverband und mit allen Sportlern der Kommune. „Damit hat man wieder eine Chance verstreichen lassen, mit den Bürgern hier ins Gespräch zu kommen.“ Und gerade der Austausch müsse doch wichtig sein für die politischen Akteure und die Vertreter der Verwaltung, die ja für die Belange genau dieser Bürger arbeiten. Jetzt freut er sich darauf, dass wenigstens der Vorsitzende des Sportausschusses, Klaus Meier, einmal zu einem Gespräch eingeladen habe. „Selbst wenn wir den Platz nicht bekommen, es ist doch wichtig, dass wir alle zusammen einfach einmal darüber reden“, betonte Hasse.

KD, wie Fußball-Fachwart Klaus-Dieter Harmuth intern genannt wird, lobte die Jugendarbeit bei der Jugendspielgemeinschaft, in der sich alle Lügder Sportvereine zusammengeschlossen haben. Und er zeigte sich auch vom Engagement der Herrenmannschaften überzeugt. Im Badminton sind wie gehabt acht bis zehn Sportler aktiv, fasste Wilhelm Rüsenberg zusammen. Norbert Schlieker berichtete, dass die immer geringer werdende Zahl von Handballmannschaften zu einer großen Einzugsgebiet geführt habe, dass die 90 Kinder der sechs Jugendmannschaften mittlerweile bis zu 90 Minuten Anreisezeit für ein Punktspiel einrechnen müssten. Er verkündete, dass es nach längerer Durststrecke in der kommenden Saison wieder eine Mädchenmannschaft geben werde.

Sorgen machten ihm lediglich die Sporthallen: „Ab April sind in Bad Pyrmont wegen der Sicherheitsbedenken keine Zuschauer mehr zugelassen und wenn dann auch noch die Lügder Sporthalle renoviert wird, haben wir gar keine vernünftige Spielstätte mehr.“ Corinna Klemme stellte fest, dass viele Läufer älter werden und es schön sei, weitere Mitstreiter zu gewinnen. „Wir machen zwar auch beim Hermannslauf mit und beim Bad Pyrmonter Brunnenlauf, aber viele von uns sind sehr moderat unterwegs, sodass Anfänger nicht abgehängt werden.“ Claudia Tennie berichtete von konstantem Interesse am Judo. Und Ansgar Matthias hofft, im kommenden Jahr die magische Grenze von 200 verliehenen Sportabzeichen knacken zu können. Die Turngruppe der Erwachsenen unter Konrad Schlieker jun. kann noch Sportler aufnehmen. In ihren Ämtern bestätigt wurden Stefan Oelmann als zweiter Kassierer, Petra Behring als Geschäftsführerin, Wilhelm Rüsenberg als Spartenleiter Badminton, Konrad Schlieker als Spartenleiter Turnen sowie Tanja Spiering als Fachjugendausschussvorsitzende und ihre Stellvertreterin Bettina Schlieker.

Der Vorstand ehrte für 25-jährige Fahnentreue Brigitte Pflieger, Christin Schlieker, Jens Trope, Marco Steffens, Sabine Mund und Thiemo Schlieker. 40 Jahre dabei sind Gabriele Steinhage, Jürgen Kannengießer, Josef Heller und Norbert Schlieker. Und schon 50 Jahre beim TuS ist Heiner Hönerbach. Und 70 Jahre sind Heinz Matthias und Karl Hasse dabei, den zu ehren sich sein Sohn, der Vereinsvorsitzende Karl Hermann Hasse, besonders freute, auch wenn der Vater die Auszeichnung nicht persönlich entgegennehmen konnte.

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