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Spannende Spiele und Fünf-Meter-Schießen

Turniersieg der Wasserballjugend

HAMELN. Gemäß dem Motto „Die Letzten werden die Ersten sein“, überraschte der Hamelner Wasserballnachwuchs ihren eigenen Trainer.

veröffentlicht am 08.07.2019 um 14:35 Uhr

Die kleine Truppe um Teamkäpt’n Cedric Klemme nahm am Freibadturnier in Syke teil. Vier weitere Jugendmannschaften aus Laatzen, Cuxhaven und Hannover traten bei bis zu 40 Grad Celsius im Freibad Twistringen im Wettkampf um den Jugendpokal an.

So richtig gut sollte es anfangs für die Hamelner nicht laufen, denn die ersten drei von vier Spielen mussten sich die Hamelner in der Vorgruppenphase geschlagen geben. Erst das letzte Spiel am Samstagnachmittag konnten die jungen „Rattenfänger“ gegen Waspo Hannover für sich entscheiden. Dadurch landeten sie jedoch nur auf dem 4. Platz. Der Spielmodus ließ dennoch jeder Mannschaft die Möglichkeit des Turniersieges offen. Ausgeruht und hochmotiviert starteten die Schützlinge von Trainer Daniel Funk in das erste Match der K. o.-Runde gegen die Mädchenmannschaft von der SpVg Laatzen. Am Vortag noch verloren, dominierten die HSV-Spieler diesmal die Partie und zogen ungefährdet in die nächste Begegnung. Hier durften sie sich nochmals dem Nachwuchs von Waspo Hannover stellen, der auch bei der zweiten Begegnung dieses Wochenendes besiegt werden konnte.

Nun hatte man sich bereits den 3. Platz sicher erspielt und die stärksten Gegner von Neptun Cuxhaven und der männlichen Jugendmannschaft von der SpVg Laatzen warteten.

Im Halbfinale gegen die Nordniedersachsen ging es immer wieder hin und her. Zum Ende der Spielzeit wurden keine Geschenke mehr vergeben, denn jeder wollte nun ganz nach oben. Das Spiel endete nach regulärer Zeit in einem 1:1-Unentschieden. Nun stand als Entscheidung ein 5-Meter-Duell von drei Spielern jeder Mannschaft an.

Zunächst durften die Hamelner Schützen Linus Funk, Oscar Hanel und Cedric Klemme den gegnerischen Torwart prüfen. Leider scheiterte Center Hanel am Schlussmann der Cuxhavener. Jetzt lastete auf HSV-Keeper Cedric Klemme eine riesige Verantwortung. Der erste Wurf der Gegner saß unhaltbar. Der zweite Wurf wurde fehlerhaft ausgeführt und nicht als Treffer gewertet. Somit bedeutete der letzte 5-Meter eine mögliche Siegchance für die Hamelner. Hier wuchs Klemme regelrecht über sich hinaus, machte sich lang und lenkte den Torwurf gegen den Pfosten. Damit stand fest, dass die Hamelner nochmals im anstehenden Finale gegen SpVg Laatzen ins Wasser springen durften. Auch das letzte Jugendspiel des Wochenendes verhieß Spannung pur bis zur letzten Sekunde und darüber hinaus. Ähnlich dem Halbfinale retteten sich die HSVler in ein 5-Meter-Werfen. Diesmal trug jedoch ein eigener Treffer in der letzten Spielminute zum Ausgleich bei.

Dieses Mal begannen die Schützen aus Laatzen das finale Duell. Hier verwarf der erste Spieler und sorgte bereits so für eine leichte Entspannung der Hamelner. Die beiden weiteren Würfe waren zwar platziert, jedoch kratzte Keeper Klemme noch leicht am Ball – leider ohne Erfolg.

So mussten diesmal die 5-Meter-Schützen Funk, Hanel und Klemme alle treffen, um den Turniersieg einzufahren. Die beiden ersten Spieler Funk und Klemme ließen nichts anbrennen und verwandelten ungefährdet. Oscar Hanel hatte es nun ganz allein für die Hamelner in der Hand. Im Spiel zuvor noch gescheitert, legte er diesmal alle noch vorhandene Kraft in den Wurf, ließ dem gegnerischen Keeper nicht die kleinste Chance zu reagieren und der letzte Ball des Spiels landete im Kasten. Der Jubel der Hamelner Nachwuchswasserballer war riesig. Sogar Coach Funk wurde im Jubel mit ins Wasser gerissen. „Es ist Wahnsinn, welche Kraft, Motivation und Selbstbewusstsein in den Jungs liegt. Gestern noch total niedergeschlagen und heute Morgen wie der Phönix aus der Asche erstanden. Anders kann ich es nicht beschreiben. Lasse Langhorst, Nico Meyer, Toni Funk, Oscar Hanel, Linus Funk und Cedric Klemme haben hier eine echte und geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt und sich dafür mit dem Turniersieg belohnt. Sie haben fast das Unmögliche möglich gemacht“, schwärmt ihr Trainer.



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