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Eklat beim Kreissporttag in Emmerthal / Fristen werden nicht eingehalten / Schilling spricht von Narrenveranstaltung

Turner machen Kreissportbund für den Ruin verantwortlich

Kreissportbund (de). Die Turner machten letztendlich den Kreissportbund mit dafür verantwortlich, dass der Turnkreis Hameln-Pyrmont vor dem finanziellen Ruin steht. Vorsitzender Günter Schilling kündigte beim außerordentlichen Kreissporttag einen außerordentlichen Kreisturntag im Januar an.

veröffentlicht am 25.11.2006 um 00:00 Uhr

Er, wie auch die anderen Vorstandsmitglieder, werden dann zurücktreten. Nach den Worten von Schilling erhalten kleinste Fachverbände ein Vielfaches an Verwaltungsgeldern, wovon der Turnkreis als größter Fachverband nur träumen kann. Der als Gast anwesende LSB-Präsident Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach sprach von Versäumnissen des NTB, wenn die Turner inHameln-Pyrmont zu wenig Geld erhalten. Er verwies auf eine angebliche Vereinbarung mit den Landesfachverbänden. Danach erhalten sie Gelder, die auf die Kreisebene weiterzuleiten sind. Sinn und Zweck des außerordentlichen Kreissporttages in Emmerthal war, eine neue Satzung nebst Finanz- und Ehrenordnung zu verabschieden. In ihr sind die Organe des Kreissportbundes neu gegliedert, eine Verschlankung des Vorstandes von 16 auf zehn Personen vorgesehen und die außerordentlichen Mitglieder gestärkt worden. Auch Vereine, die eine Gemeinnützigkeit nicht beantragt haben, sollen danach im Kreissportbund eine Heimat finden. Außerdem ist die Neuordnung der Geschäftsstelle in die Satzung eingearbeitet worden. Die Versammlung sprach sich dafür aus, dass nicht mehr fünf eine Sportart betreibende Vereine da sein müssen, um einen Fachverband zu gründen. Künftig sollen alleine 250 Mitglieder dieses Recht begründen. Nicht geradeüberzeugend wirkten KSB-Vorsitzender Fred Hundertmark und der den Satzungsentwurf erläuternde Berend Grützmacher als es darum ging, die Satzung zur Abstimmung zu bringen. Fachverbandsvorsitzende wiesen die Feststellung zurück, rechtzeitig mit den Entwürfen befasst gewesen zu sein. Angebliche Fristen wurden nicht eingehalten. Für viele unverständlich war, dass zugelassen wurde, dass einzelne Delegierte mit mehreren Stimmkarten zur Abstimmung zugelassen wurden. Die Turner und einige andere Delegierte lehnten die neue Satzung komplett ab. Günter Schilling sprach von einer "Narrenveranstaltung" und kündigte an, gegen die Beschlüsse vorzugehen. Er verlangt eine Wiederholung des Kreissporttages - dann aber satzungsgemäß. Am Landessporttag am heutigen Sonnabend werden die Hameln-Pyrmonter Delegierten kaum ein Votum abgeben können, denn auch die Abstimmung über die gewünschte Beitragserhöhung war nach Ansicht von Delegierten nicht satzungsgemäß. Nicht übertragbare Stimmen wurden von Unberechtigten abgegeben. Vorgesehen ist, dass sich der Beitrag für den LSB ab 2008 um 0,30 Euro je Mitglied im Jahr erhöht. Er macht dann 1,30 Euro für Kinder bis 14 Jahren, 2,30 Euro für Jugendliche von 15 bis 18 Jahren und 3,30 Euro für Personen ab 19 Jahren aus. Günter Schilling behielt sich vor, klären zu lassen, wozu die zu verteilenden Gelder überhaupt verwendet werden. Das gilt nach seinen Worten auch für die Mittel, die der KSB-Vorstand für sich verwendet, die Schilling für zu hoch erscheinen.

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