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Mit 830 Mitgliedern starker Ortsverein / Viele Sparten sprechen die Bürger an / 10 000 Euro in neue Heizung investiert

„Tundirum“ will Fotos und Filme archivieren

Tündern (gro). „Die Management-Arbeit unseres Vereins zeigt, dass es gelungen ist, die Vereinssparten zu stabilisieren, Themenfelder neu auszurichten, neue Ideen und neues Engagement anzunehmen und die Aktivitäten des Vereins für Heimatpflege und Grenzbeziehung Tundirum auszubauen“, sagte Präsident Herbert Habenicht in der Jahreshauptversammlung und ergänzte, „dieser Verein hat die Kurve gekriegt, dieser Verein lebt“.

veröffentlicht am 09.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 23:41 Uhr

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830 Mitglieder zählt der Verein „Tundirum“ und um ihre Zukunft müssen sie sich kaum Sorgen machen, denn 100 Kinder sind allein in der Sparte „Museumskinder“ gemeldet. Dennoch orientierten sich der Vorstand und seine Spartenleiter neu.

Die Herausforderung habe geheißen, sich der Zeit angepasst den Themen und Aufgaben des Vereins zu stellen, so der Präsident. So habe es sich der Verein vor einem Jahr zur Aufgabe gemacht, der geänderten Einstellung der Menschen zum Vereinswesen Rechnung zu tragen und das sei in allen Sparten gelungen.

Neue Mitglieder wurden in den Musikgruppen „Tiunegels“ und der Gesangsgruppe aufgenommen. Das Thema „Bewegung“ wurde neu definiert und beschränkt sich jetzt nicht mehr nur auf das Wandern der Wandergruppe. In eine „rosige Zukunft“ blickt auch der Arbeitskreis Dorfmuseum und Bauerngarten. Quirlig geht es in der Jugendgruppe zu.

Habenicht: „Wichtigstes Ergebnis war die Öffnung der Gruppe und die Verzahnung mit anderen Gruppen. Warum sollen unsere Museumskinder nicht Plattdeutsch lernen und beim Theaterstück mitspielen?“ Das sei möglich. Demnächst soll ein Kinderbeet im Bauerngarten erblühen. Gesichert sieht Habenicht auch die Zukunft der Theatergruppe. Immer wieder werde Interesse der Bürger an neuen Aufführungen bekundet. Mit der Plattdeutschgruppe sei für Herbst ein neues Theaterstück geplant.

Die Geschichte Tünderns im Dorfmuseum vorzustellen sei nicht neu, nun plane der Verein, ein Archiv zu erstellen. „Entgegen der Vorstellung der Stadt Hameln, alles gehöre in das dortige Museum, sage ich: Unser Archiv ist keine Konkurrenz zu dem Archiv in Hameln.“ Natürlich würden alle relevanten Stücke aus Tündern auch dem Archiv in Hameln angeboten, denn „man kann ja Kopien anfertigen“. Hier in Tündern gehe es im Wesentlichen gar nicht um Gegenständliches, sondern um das, was sich in den Köpfen abspiele und auf Informationsträgern zugänglich gemacht werden kann. Film- und Fotomaterial liegen bisher in Schubladen und sollen nun archiviert werden.

Mit einer neuen Heizung kann das Museum Energiekosten sparen. Rechtzeitig vor dem Kälteeinbruch wurde die Heizung installiert. Investiert wurden 10 000 Euro. Dieses sei für „Tundirum“ ein hoher Betrag, für die Geschichte des Ortes aber gut investiert und darum hoffe der Vorstand auf weitere Spenden, für die energetische Maßnahme. Die Arbeit des Vorstandes wurde von den Mitgliedern honoriert: Einstimmig wurde Herbert Habenicht in seinem Amt bestätigt ebenso Schriftführerin und Wanderwartin Marlies Holste und der Kulturwart Ralf Garlipp.

Der Vorstand des Vereins für Heimatpflege und Grenzbeziehung „Tundirum“ in Tündern (v.li.): Herbert Habenicht, Marlies Holste und Ralf Garlipp.

Foto: gro

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